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Pirelli: Warum der Reifentest kurzfristig abgesagt wurde

Formel-1-Reifenlieferant Pirelli erklärt, weshalb man in Silverstone nun doch auf einen Reifentest im Freitagstraining verzichtet, und wie es damit weitergeht

(Motorsport-Total.com) - "Wir haben uns dazu entschieden, den für Freitag geplanten Reifentest abzusagen", meint Pirelli-Sportchef Mario Isola. Und das hat Gründe: Nachdem beim Großbritannien-Grand-Prix vergangene Woche in Silverstone einige Reifenschäden aufgetreten waren und diese Woche an gleicher Stelle sogar noch weichere Reifen verwendet werden, sollen die Teams die maximale Vorbereitungszeit erhalten.

Mechaniker mit Formel-1-Reifen

Beim zweiten Rennen in Silverstone kommen keine Testreifen zum Einsatz Zoom

Indem die halbstündigen, verpflichtenden Testfahrten innerhalb der regulären Trainings gestrichen werden, "haben die Teams die Möglichkeit, im zweiten Freien Training weiter zu testen, ihre Longruns zu absolvieren und so weiter", sagt Isola.

Der für Silverstone geplante Test mir Prototyp-Reifen werde aber schon beim kommenden Rennwochenende in Barcelona in Spanien nachgeholt. "Im Augenblick ist das so bestätigt", meint Isola.

Warum Pirelli Prototyp-Reifen testen will

Hintergrund der speziellen Pirelli-Tests ist, dass die aktuellen Formel-1-Reifen ursprünglich nur für den Einsatz in der Saison 2019 konzipiert worden sind. "Jetzt haben wir diese Reifen aber auch 2020 an den Autos und planen auch für 2021 damit", erklärt Isola.

Bei den Tests sollen bestimmte Modifizierungen ausprobiert werden, für den Fall, dass Pirelli in der kommenden Saison doch veränderte Mischungen einsetzen will.


Details zu den Reifenschäden in Silverstone

Isola sagt weiter: "Wir haben inzwischen ziemlich schwere Autos mit verrückter Leistung. Es sind die besten und schnellsten Formel-1-Autos der Geschichte." Die Reifenentwicklung müsse bei der Entwicklung Schritt halten. "Wir können so zumindest ein paar Ideen validieren", meint Isola.

Als Sofortmaßnahme hat Pirelli indes seine Vorgabe für die Reifendrücke aktualisiert. Demnach empfiehlt der Formel-1-Reifenlieferant für das fünfte Saisonrennen, vorne 0,14 bar und hinten 0,07 bar mehr Reifendruck zu fahren als bisher. Damit sollen Reifenschäden wie zum Beispiel am Fahrzeug von Lewis Hamilton verhindert werden.

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