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Pic macht Alonso einen Strich durch die Rechnung

Charles Pic machte Fernando Alonso beim Überrunden nur widerwillig Platz, wodurch die Ferrari-Taktik nicht aufging - Verärgerung beim Spanier

(Motorsport-Total.com) - In seinem fünften Fromel-1-Rennen spielte Charles Pic beim Kampf um den Grand-Prix-Sieg erstmals eine aktive Rolle - wenn auch eine höchst unglückliche. Gegen Rennmitte des Großen Preises von Spanien in Barcelona behinderte der Franzose den zu diesem Zeitpunkt Führenden Fernando Alonso beim Überrunden, was nicht nur ein deutliches Handzeichen des Ferrari-Piloten zu Folge hatte. "Das war wohl ein bisschen unglücklich. Es war ein Marussia, der später aber eine Strafe erhielt, glaube ich", blickt Alonso nach dem Rennen auf die Situation zurück.

Fernando Alonso

Alonso fiel nach der Behinderung durch Pic hinter Maldonado zurück Zoom

Nicht nur der Spanier, sondern auf die Rennkommissare waren der Ansicht, dass Pic Alonso zu spät Platz gemacht habe und verhängten wegen des Ignorierens blauer Flaggen eine Durchfahrtsstrafe gegen den Marussia-Piloten. Doch das brachte Alonso die verlorene Zeit auch nicht zurück. "Das ist jetzt natürlich keine Hilfe, doch hoffentlich verstehen die Leute jetzt allmählich, dass sie die Regeln respektieren müssen. Das war heute nicht der Fall, also bezahlten sie den Preis dafür", sagt der 30-Jährige. "Wir bezahlten aber eigentlich noch viel mehr - vielleicht mit dem Rennsieg."

Die Behinderung durch Pic geschah in einer rennentscheidenden Phase. Pastor Maldonado hatte gerade seinen zweiten Boxenstopp absolviert und fuhr auf frischen Reifen schneller Rundenzeiten. "Die Idee war immer, in der gleichen Runde oder eine Runde später zu stoppen, um zu versuchen, die Position zu verteidigen", beschreibt Alonso die Taktik, die vom Hinterbänkler jedoch durchkreuzt wurde.


Fotos: Fernando Alonso, Großer Preis von Spanien


"Als Williams zum zweiten Mal abbog, hatten wir gerade den Marussia für eineinhalb Runden vor uns." Für eine Reaktion auf dieses Problem war es nach Aussage von Alonso jedoch schon zu spät. "Als wir das im zweiten Sektor bemerkten, lagen wir schon hinter Pastor zurück. Wir entschieden, noch ein paar Runden zu fahren, um am Ende des Rennens noch einmal eine Möglichkeit zu haben. Es drehte sich um einen kürzeren Stint", sagt der Spanier. Doch auch diese Taktik ging nicht auf.

"Sie waren aber schneller als wir und verdienen deshalb den Sieg."

Alonso kehrte nach seinem zweiten Boxenstopp hinter Maldonado auf die Strecke zurück und war im weiteren Rennverlauf nicht in der Lage, den Venezolaner anzugreifen. "Nach dem Rennen ist es immer einfacher, die Taktik unter die Lupe zu nehmen", wiegelt Alonso Spekulationen über einen anderen Rennausgang ab und stellt klar: "Ich denke nicht, dass wir den Sieg aufgrund des Marussia verloren haben. Sie (Williams; Anm. d. Red.) leisteten klasse Arbeit und hatten das Tempo."

"Wenn wir im letzten Stint schneller als Williams gewesen wären, dann hätten wir die Möglichkeit zum Überholen gehabt. Sie waren aber schneller als wir und verdienen deshalb den Sieg", zollt der zweimalige Weltmeister seinem Konkurrenten Anerkennung. Dennoch ärgert er sich über die Behinderung durch Pic. "Tatsache ist aber, dass uns der Hinterbänkler einen Strich durch die Rechnung, unseren Plan, gemacht hat. Deshalb bin ich ein bisschen enttäuscht."

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