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Paffett am zweiten Testtag in Jerez voran

Gary Paffett sicherte sich am zweiten Young-Driver-Day vor Nico Hülkenberg die Tagesbestzeit - Robert Kubica als Zaungast anwesend

(Motorsport-Total.com) - In Jerez de la Frontera ging heute der zweite von drei Young-Driver-Days in dieser Woche über die Bühne. Beim letzten Formel-1-Test des Jahres 2009 sicherte sich McLaren-Mercedes-Pilot Gary Paffett die Bestzeit. Der Routinier wurde in 1:18.718 Minuten gestoppt und hängte mit seiner Routine diverse Debütanten recht deutlich ab.

Gary Paffett

Gary Paffett blieb heute als einziger der zwölf Fahrer unter 1:18 Minuten Zoom

Paffett führte für sein McLaren-Team ein normales Testprogramm mit Schwerpunkten wie Aerodynamik und unterschiedliche Benzinmengen im Hinblick auf das nächstjährige Tankverbot während der Rennen durch. Am schnellsten war er jedoch während eines seiner kürzeren Runs am frühen Nachmittag. Wenig später zogen Wolken auf, es kühlte ab und tröpfelte vorübergehend - und Paffetts Bestzeit wurde nicht mehr angegriffen.#w1#

Der einzige Deutsche im Feld (und gleichzeitig der einzige Testteilnehmer, der bereits ein Renncockpit für 2010 sicher hat) belegte den zweiten Platz: Der 22-jährige Nico Hülkenberg aus Emmerich tastete sich mit dem Williams-Toyota FW31 langsam an die Topzeiten heran, nistete sich eine halbe Stunde vor Schluss auf dem dritten Platz ein und wurde letztendlich Zweiter. Außerdem schrammte er knapp an der Dienstagszeit seines "Teamkollegen" Andy Soucek vorbei.

Vom Rest kam Red-Bull-Junior Daniel Ricciardo am nächsten an Paffett heran, aber dem mit Renault-Motor ausgestatteten Australier im RB5 fehlte schon mehr als eine halbe Sekunde auf die Spitze. Immerhin hinterließ er erneut einen guten Eindruck, was eine Verpflichtung als Testfahrer angeht. Im Toro-Rosso-Ferrari saß heute der Austro-Italiener Mirko Bortolotti (12./+3,043), der am Vormittag den einzigen Abbruch verursachte, als er einen falschen Knopf am Lenkrad drückte.

Dass es während der achtstündigen Session nicht zu mehr roten Flaggen kam, grenzt angesichts der Unerfahrenheit des zwölf Mann starken Feldes an ein Wunder. Doch genau wie gestern leisteten sich die von ihren Teams zur Vorsicht gemahnten Nachwuchsfahrer keine gravierenden Schnitzer, sodass der Fahrbetrieb reibungslos vonstatten gehen konnte - und zwar vor den Augen von Grand-Prix-Star Robert Kubica, der den jungen Männern interessiert auf die Finger schaute.


Fotos: Testfahrten in Jerez, Mittwoch


Bei seinem Renault-Team sah der Pole, wie sich Ho-Pin Tung (11./+2,774) und Lucas di Grassi (10./+2,180) einen R29 teilten. Tung zählte vor der 40-minütigen Regenpause zu den fleißigsten Piloten, wurde von di Grassi am Ende aber noch deutlich in den Schatten gestellt. "Car-Sharing" gab es außerdem beim Weltmeisterteam Brawn mit Mike Conway (6./+1,504) und Marcus Ericsson (7./+1,722) sowie bei Force India mit Paul di Resta (4./+0,693) und J.R. Hildebrand (8./+1,799).

Di Resta belegte den vierten Platz - und ab dem fünftplatzierten Esteban Gutiérrez (5./+1,472), der für das BMW Sauber F1 Team unterwegs war und eine Stunde vor Schluss mit einem Hydraulikleck ausrollte und sein Programm beenden musste, hatten alle Piloten bereits deutlich mehr als eine Sekunde Rückstand. Ferrari-Neuzugang Jules Bianchi (+1,868) wurde Neunter, gefolgt von den Renault-Fahrern di Grassi und Tung sowie Bortolotti.

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