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Ohne Liberty und FIA: Teamchefs treffen in Suzuka zusammen

Politische Spielchen hinter den Kulissen der Formel 1: Am Freitag haben sich die zehn Teamchefs erstmals seit 2017 ohne Liberty und FIA getroffen

(Motorsport-Total.com) - Die Chefs der Formel-1-Teams haben sich am Freitagnachmittag in Suzuka getroffen, um darüber zu diskutieren, wie die Show im Grand-Prix-Sport besser werden kann. "Das Racing ist besser geworden", sagt Force-India-Teamchef Otmar Szafnauer. "Es könnte aber noch besser sein. Wenn wir zum Beispiel Rennen mit zwei Boxenstopps hätten, wäre das besser. Oder Rennen mit Ein- und Zweistoppstrategien. Es ging nur darum, die Show zu verbessern."

Christian Horner, Otmar Szafnauer

Mehr Dialog geplant: Christian Horner im Gespräch mit Otmar Szafnauer Zoom

Das Besondere daran: Zum ersten Mal in diesem Jahr trafen sich die Teamchefs ohne Beisein von Vertretern von Rechteinhaber Liberty Media oder Automobil-Weltverband FIA. Die Symbolik dahinter ist klar: Die Teams wollen in den Verhandlungen über eine Formel-1-Reform ab 2021 möglichst geschlossen auftreten. Auch wenn eine Neugründung der Teamgewerkschaft FOTA angeblich kein Thema ist.

"Solche Meetings", sagt Szafnauer, "gibt es nicht oft. Es ist gut, sich hinzusetzen und einfach zu reden. Das letzte solche Meeting hatten wir in Malaysia vor einem Jahr. Ich denke, wir sollten das öfter machen, uns einmal im Monat treffen. Und dann soll jeder seine Meinung sagen."

Der große Unterschied zur Strategiegruppe: "Dort gibt es eine Tagesordnung, und die wird eingehalten. Heute konnten wir über alles reden", erklärt Szafnauer. "Ich halte das für eine gute Idee. Es gibt unterschiedliche Meinungen, aber in einem Punkt sind wir uns alle einig: Wenn wir abwechslungsreichere Strategien hätten, wäre das gut. Momentan ist ein Stopp die Regel. Am Anfang mit Pirelli war das noch anders, wenn wir uns zurückerinnern."

Sobald sich die Teams in den wichtigsten Punkten einig sind, wollen sie auch wieder mit Liberty sprechen. Und mit der FIA. "In diese Gespräche sind ja nicht immer alle involviert", spielt Szafnauer auf die Strategiegruppe an, in der nur sechs der zehn Teams mit Stimmrecht vertreten sind. "Es ist aber gut, Entscheidungen mit möglichst vielen Informationen zu treffen. Umso besser werden die Ergebnisse."

"Es gibt so viele unterschiedliche Teams, teilweise ganz anders als die Großen. Und es gibt Teams, die sind auch anders als wir, und jeder hat seine Meinung", sagt der Amerikaner. "Wenn es um Dinge wie eine bessere Show geht, sollten wir an einem Strang ziehen. Wir alle wollen ein besseres Produkt." Geredet habe bei dem Meeting "jeder. Sie waren gar nicht leise zu kriegen!"

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