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Offiziell: De la Rosa ersetzt in Bahrain verletzten Montoya

McLaren-Mercedes hat am Mittwoch bestätigt, dass Juan-Pablo Montoya beim Bahrain-Grand-Prix zuschauen muss

(Motorsport-Total.com) - Juan-Pablo Montoya muss das dritte Saisonrennen von seiner Wohnung in Miami aus verfolgen. Der Kolumbianer hatte sich beim Tennisspielen zusammen mit seinem persönlichen Trainer am vergangenen Samstagmorgen in Madrid bei einem unglücklichen Sturz einen kleinen Haarriss im linken Schulterblatt zugezogen.

Juan-Pablo Montoya

In Bahrain nicht am Start: McLaren-Mercedes-Pilot Montoya Zoom

Nach einigen Tests und Untersuchungen haben die Ärzte dem Team geraten, dass der 29-Jährige pausieren sollte, um eine Heilung der Verletzung zu ermöglichen. Im Moment geht das Team jedoch davon aus, dass der Teamkollege von Kimi Räikkönen schon beim übernächsten Rennen in San Marino am 24. April wieder am Steuer des MP4-20 sitzen wird. Auskunft darüber sollen weitere Untersuchungen in zwei Wochen geben.#w1#

Bis dahin hat Testfahrer Pedro de la Rosa die Ehre, den "Silberpfeil" zu pilotieren. Für den 34-Jährigen ist das die Chance seines Lebens, denn der Spanier hatte bei Jordan (1998), Arrows (1999-2000), Prost (2001), Jaguar (2001-2002) bisher kein konkurrenzfähiges Material, um sein wahres Können demonstrieren zu können.

Pech für Alexander Wurz: Der Österreicher darf kommendes Wochenende lediglich das dritte Auto am Freitag im 1. und 2. Freien Training pilotieren. Das Team begründet diese Entscheidung mit der Tatsache, dass de la Rosa bereits rund 2.200 Kilometer im neuen Auto gefahren ist, wohingegen Wurz bei den Wintertests nur Reifenentwicklungen mit dem MP4-19B betrieben hat.

"Infolgedessen wurde nach Gesprächen zwischen dem Team und Alex entschieden, dass in diesem bestimmten Fall Pedro besser gerüstet ist, beim Bahrain-Grand-Prix zu fahren", heißt es in einer Pressemitteilung. "Nach dem Bahrain-Grand-Prix wird Alex jedoch mit dem Testprogramm im MP4-20 beginnen und er wird in der Lage sein, die Arbeit als Testfahrer bei den zukünftigen Rennen mit Pedro zu teilen."

"Ich bin natürlich enttäuscht, dass ich am kommenden Wochenende das Rennen nicht bestreiten kann", so Montoya. "Ein Formel-1-Auto zu fahren ist jedoch harte Arbeit und es wäre unmöglich, dies mit meiner Verletzung zu tun. Natürlich fällt es einem schwer, aber wir müssen den Rat der Medizinexperten befolgen"

"Ich werde es ein paar Wochen locker angehen lassen und dem Team vor dem Fernseher zujubeln", fährt der Kolumbianer fort, der in den kommenden Tagen zusammen mit seiner Frau Connie das erste Kind erwartet. "Ich freue mich schon darauf, so früh wie möglich wieder zum Einsatz zu kommen. Zumindest ist es noch früh in der Saison und es kann eine Menge passieren, ich denke also nicht, dass meine Titelherausforderung schon abgehakt werden muss."

"Zunächst einmal möchte ich Juan-Pablo eine schnelle Genesung wünschen", so de la Rosa. "Als einer der Testfahrer des McLaren-Mercedes-Teams ist dies eine Ausdehnung meiner bestehenden Verantwortlichkeiten auf der Strecke. Ich freue mich auf die Herausforderung, in Bahrain das Rennen zu bestreiten, und ich werde mein Bestes geben."

"Es wird eine neue Erfahrung sein, weil ich vorher noch nicht in Bahrain gefahren bin", so der Spanier weiter. "Ich kenne das Team und das Auto von unserem ausgiebigen Testprogramm sehr gut. Hoffentlich werde ich in der Lage sein, eine starke Leistung zu zeigen. Ich werde diese Chance definitiv so sehr wie nur möglich genießen."

Alexander Wurz: "Ich glaube ich muss nicht betonen, dass ich es gerne vorgezogen hätte, derjenige zu sein, der den MP4-20 beim Bahrain-Grand-Prix steuert. Das Team und ich haben uns jedoch darauf geeinigt, dass es für dieses Rennen die beste Lösung ist und ich bin aufgeregt, dass ich am Freitag in Bahrain den MP4-20 zum ersten Mal fahren darf. Wie der Rest des Teams wünsche auch ich Juan-Pablo alles Gute."

Teamchef Ron Dennis: "In Situationen wie diesen wird die Rolle von Pedro und Alex innerhalb des Teams sogar noch wichtiger und ich bin zuversichtlich, dass beide Fahrer während des Bahrain-Grand-Prix-Wochenendes eine starke Leistung zeigen werden. Wir werden Juan-Pablos Fortschritte im Verlauf der kommenden Wochen ständig beobachten und zielen darauf ab, dass er so früh wie möglich wieder in das Auto zurückkehrt."

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Leider kann Juan-Pablo in Bahrain wegen seiner Schulterverletzung nicht fahren. Ich wünsche Juan-Pablo eine schnelle Genesung, sodass er in der Lage sein wird, beim kommenden Rennen in Imola wieder für uns zu fahren. Ich bin davon überzeugt, dass Pedro kompetente Arbeit verrichten wird, nachdem er mehr als 2.000 Testkilometer mit dem MP4-20 abgespult hat. Er und Kimi werden von Alex unterstützt, der am Freitag im Freien Training zum ersten Mal mit dem MP4-20 fahren wird.

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