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Norbert Haug: Max Verstappen ist Helmut Markos "Meisterstück"

Wieso Norbert Haug davon überzeugt ist, dass Red Bull mit Max Verstappen den richtigen Mann hat, und ihn ausgerechnet ein Mauerkuss in Monaco beeindruckte

(Motorsport-Total.com) - Nach dem schwierigen Saisonauftakt mit zahlreichen Zwischenfällen hat Max Verstappen seine Leistungen stabilisiert, ohne etwas von seinem Tempo einzubüßen. Das ist auch dem ehemaligen Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug aufgefallen. "Unglaublich, was er dazugelernt hat", lobt er gegenüber 'ServusTV' den 21-jährigen Red-Bull-Piloten. "Da kann man Red Bull und dem Helmut Marko, der glaube ich da schon den richtigen Riecher hatte, wirklich nur gratulieren. Der Helmut ist wirklich ein großartiger Talentscout. Hier hat er möglicherweise sogar sein Meisterstück abgeliefert."

Helmut Marko, Max Verstappen

Helmut Marko mit seiner Entdeckung: Wird Verstappen jüngster Formel-1-Weltmeister? Zoom

Red Bulls Juniorteam-Chef Marko hat den Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Jos Verstappen 2014 vor dem Fernseher entdeckt, als er alle drei Formel-3-Siege des Niederländers auf dem Norisring verfolgte. Danach holte er den damals 16-Jährigen in seinen Kader.

Ein Schachzug, der sich noch richtig bezahlt machen wird, glaubt Haug: "Wir werden von Verstappen noch sehr viel sehen. Man hat ihn ja kritisiert, als er viele Fehler gemacht hat, aber er hat eine ganz enorme Lernkurve. Wenn der die Voraussetzung eines ständigen Siegerfahrzeugs hat, dann geht mit Sicherheit was ab mit ihm."

Dass Verstappen schnell ist, habe man immer schon gesehen, meint der Schwabe. "Er war mal mit Intermediates in Monaco unterwegs, als zwei, drei andere Fahrer auch mit Intermediates fuhren, und war dabei gleich mal um drei, vier Sekunden schneller pro Runde", nennt Haug ein Beispiel. "Das sind so Highlights. Leider endete das Highlight damals in der Leitplanke."

Damit spielt der 65-Jährige auf den Monaco-Grand-Prix unmittelbar nach seinem Debütsieg in Barcelona 2016 an, als der Niederländer von hinten durchs Feld pflügte, dann aber in der Massenet-Kurve in die Leitplanken donnerte.

Haug ist aber überzeugt davon, dass man einem schnellen, aber zu risikofreudigen Piloten leichter das richtige Maß beibringt als einem Fahrer, dem es etwas an Tempo fehlt: "Wenn man den Speed von oben lernt, dann ist das besser als von unten zu kommen. Sonst muss man immer bemüht sein, schneller zu werden. Ich glaube, er hat das sehr gut gemacht. Er ist sicher ein absoluter Ausnahmefahrer und ein cooler Junge, der inzwischen wenig Fehler macht."