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Nikita Masepin: Die Formel 1 ist eine Welt mit zwei Gesichtern

Nikita Masepin findet, dass in der Formel 1 häufig mit zweierlei Maß gemessen wird, und sieht das Qualifying von Spielberg als gutes Beispiel dafür

(Motorsport-Total.com) - Nikita Masepin glaubt, dass Fehler in der Formel 1 schneller verziehen werden, wenn man einen großen Namen und viele Titel hat. Als Beispiel dafür sieht er das umstrittene Ende in Q2 von Spielberg. Trotz Ansage der Rennleitung, dass man in den beiden Schlusskurven nicht bummeln darf, taten es zahlreiche Fahrer und wurden - mit Ausnahme von Sebastian Vettel für das Blockieren von Fernando Alonso - nicht bestraft.

Nikita Masepin und sein Haas-Renningenieur Dominic Haines vor dem Großen Preis von Österreich in Spielberg

Nikita Masepin wird für manches Verhalten verpöhnt, andere für das gleiche nicht Zoom

In der Schlussphase missachteten auch viele Piloten erneut das Gentlemen's Agreement, sich vor Beginn einer schnellen Runde nicht mehr gegenseitig zu überholen. Auch Lewis Hamilton fuhr mit seinem Mercedes an einigen Konkurrenten vorbei, erntete dafür aber keine Kritik - im Gegensatz zu Masepin, der das in seinem ersten Qualifying in Bahrain getan hatte.

"Ich wurde zu einer einfachen Zielscheibe und alle haben eine große Sache daraus gemacht", erinnert sich der Haas-Pilot und verteidigt sich: "Ich wusste damals nicht viel über das Qualifying der Formel 1. Ich war zuvor auch nie in einer Serie gefahren, in der dieser Punkt angewendet oder diskutiert wurde." Auch in den Fahrermeetings der Formel 1 sei das vorher nicht zur Sprache gekommen.

"Aber die Formel 1 ist eine Welt mit zwei Gesichtern", meint er weiter. "Wenn du einen großen Namen und viele Meisterschaften hast, dann wirst du weniger kritisiert, als wenn du das alles nicht hast", ärgert sich Masepin, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

In Spielberg war die Sachlage für ihn klar, zumal die Rennleitung das Thema vorher ganz klar angesprochen wurde. "Was dann aber in Q2 passiert ist, war das genaue Gegenteil", so Masepin.


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Er würde sich wünschen, dass sich alle an die gleichen Regeln halten. Eine weitere Verschärfung dieser durch die Rennleitung hält der Russe aber nicht für sinnvoll: "Ich bin ein großer Fan davon, erwachsen zu werden und weiterzumachen. Ich denke auch, dass man keine Regel aufstellen könnte, die funktioniert. Man muss es einfach akzeptieren."

"Es ist einfach eine Frage des Glücks. Manchmal ist deine Positionierung zu deinem Vorteil und manchmal nicht. Am Ende des Tages sorgt es aber für eine gute Show. Daher stört mich das gar nicht so", meint der Haas-Pilot.

Für ihn ist die Formel 1 am Ende des Tages ein unterhaltsamer Sport. "Die Leute sehen gerne Freude und Ärger zur gleichen Zeit. Und die Formel 1 leistet großartige Arbeit, genau das zu liefern."