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  • 24.07.2016 · 15:06

  • von Dominik Sharaf

Niki Lauda: Funkregeln bei Strategiemeeting auf Tagesordnung

Die Teams wünschen eine Entschärfung der Funkregeln und wollen am Donnerstag in der Strategiegruppe Druck machen - Mehr Transparenz für TV-Zuschauer?

(Motorsport-Total.com) - Niki Lauda hat angekündigt, dass sich die Formel-1-Strategiegruppe bei ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag mit den Regeln zum Funkverkehr befassen wird. Mercedes plädiert wie viele Teams für eine Entschärfung der Bestimmungen - nicht nur wegen der Vorfälle rund um Nico Rosberg beim Großbritannien-Grand-Prix. "Die Regel wird bei de Meeting nochmals auf den Tisch kommen", sagt Lauda und verspricht sich von einer lockereren Handhabe einen Vorteil für die Zuschauer.

Niki Lauda

Niki Lauda übt scharfe Kritik an den Funkbestimmungen in der Formel 1 Zoom

Eine komplette Freigabe jeglicher Kommunikation ist aber nicht der Wunsch der Silberpfeile, wie Lauda betont: "Dieses Coaching ist kompletter Blödsinn", unterstreicht er bezüglich Anweisungen zur Linienwahl und ähnlichen Kommandos. "Die Fahrer müssen selbst wissen, wie sie zu fahren haben. Aber Defekte und Probleme, die man beim Auto mit Softwareänderungen beheben kann, muss und sollte man erlauben. Damit die Autos alle gleich weiterfahren", fordert Niki Lauda.

Die Fans hätten keinen Vorteil davon, wenn jemand den falschen Hebel umlegen würde und sein Auto anschließend rückwärts fahren würde. "Wir wollen, dass alle miteinander kämpfen", moniert Lauda und wünscht sich, dass durch eine Live-Übertragung des Funkverkehrs mehr Transparenz auch an den Fernsehschirmen herrscht. Denn wenn sofort zu hören ist, warum ein Pilot langsam wird, würden die Zuschauer dem Geschehen auf der Bahn einfacher folgen können.

Dass die FIA vor dem Ungarn-Grand-Prix eine Regelverschärfung herausgegeben hat, die besagt, dass Fahrer auf der Strecke nur noch über Probleme informiert werden dürfen, die zu einem Ausfall führen oder einen Boxenstopp erfordern, hält Lauda für unangemessen. In dem Kommuniqué heißt es nämlich außerdem, dass der Ingenieur mögliche Lösungen nur in der Boxengasse durchgeben dürfe, wo der Funkverkehr freigestellt wäre. "Das heißt, dass genau das Gegenteil passiert ist, was die Teams wollten. Weil sie drauf gekommen sind, dass die Zehn-Sekunden-Strafe zu wenig war."