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Nigel Mansell begeistert: "Lewis ist herausragend"

Ex-Weltmeister Nigel Mansell traut seinem Landsmann Lewis Hamilton noch viele Erfolge zu - Der größte Unterschied zu damals ist die Zuverlässigkeit

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Wochen wurde viel über die ewige Siegstatistik gesprochen. Sebastian Vettel zog mit seinem Triumph in Ungarn mit Ayrton Sennas 41 Grand-Prix-Erfolgen gleich. In Singapur erhöhte der Deutsche sein Konto auf 42 Siege. Und zuletzt in Japan zog Lewis Hamilton mit Senna gleich. Klarerweise hinkt der Vergleich, denn Sennas Karriere ging tragischerweise viel zu früh zu Ende. In der ewigen Siegstatistik ist Hamilton schon länger der beste Brite, seit er Nigel Mansell, der in seiner Karriere 31 Rennen gewonnen hat, überholt hat.

Nigel Mansell

Nigel Mansell gewann 31 Rennen und wurde 1992 Weltmeister Zoom

"Verschiedene Zeiten kann man nicht mit einander vergleichen", meint Mansell, der Weltmeister von 1992, bei der 'BBC' nüchtern. "Ayrton ist gegen Alain Prost, Nelson Piquet, mich und einige andere Champions gefahren. Der Wettbewerb war größer, die Starterfelder waren mit 26 Autos gut gefüllt", erinnert sich Mansell an die 1980er und frühen 1990er-Jahre zurück. "Prinzipiell haben jedes Jahr vier bis sechs Fahrer den WM-Titel ins Visier genommen."

Mansell weiß aus eigener Erfahrung am besten, wie schwierig es ist, in der Formel 1 Weltmeister zu werden. Der heute 62-Jährige war 1986 und 1987 der schnellste Mann im Feld und hätte Champion werden müssen, doch die Titel holten Prost und Piquet. Ende 1990 wollte Mansell seinen Helm schon an den Nagel hängen, doch Frank Williams konnte ihn vom neuen Projekt überzeugen. 1992 wurde Mansell souverän Weltmeister und 1993 IndyCar-Champion.

Nigel Mansell

Der Williams FW14B von 1992 war der Konkurrenz meilenweit überlegen Zoom

1992 hatte Mansell mit dem FW14B ein technisch fortschrittliches Auto zur Verfügung, das der Konkurrenz meilenweit überlegen war. Die Dominanz war deutlicher als sie zur Zeit Mercedes genießt. "Trotzdem ist es herausragend, was Lewis zeigt", findet Mansell und betont: "Kein Fahrer wird mit einem schlechten Auto Weltmeister. Er wird den Rekord von Ayrton schlagen." Mit seinem dritten WM-Titel könnte Hamilton auch in dieser Statistik mit seinem großen Idol gleichziehen.

Die Statistik zeigt einen entscheidenden Unterschied zur Mansell-Ära - die Zuverlässigkeit. Mansell stand bei 187 Rennen am Start und fiel bei 89 davon aus. "Deshalb ist die Möglichkeit für weitere Siege heute größer", denkt er an die zahlreichen möglichen Erfolge, die ihm aus den Fingern rutschten. "Aus diesem Grund fallen auch viele Rekorde. Michael Schumacher hat mit Ferrari bessere Rekorde als Mercedes aufgestellt. Er ist praktisch drei Jahre nicht ausgefallen und wurde dreimal Weltmeister."

Privat war Mansell schon immer ein passionierter Golfspieler. Ganz im Gegensatz dazu führt Hamilton ein Jetset-Leben. Das sieht Mansell aber nicht als Problem: "Lewis hat eine tolle Zeit, er hat viele Talente und liebt das Leben. Wenn man Spaß hat, macht man seine Arbeit besser. Wenn er sein eigenes Ding macht und um die Welt fliegt, dann ist es gut für ihn. Er ist der große Favorit für 2016. Sebastian und Ferrari werden aber alles unternehmen. Aber ich kenne Niki Lauda, Mercedes und Paddy Lowe. Sie haben für 2016 sicher noch einige Tricks in der Hinterhand."

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