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Nico Rosberg: Ständige Fragerei nach WM-Kampf nervt nicht

Nico Rosberg geht im WM-Showdown professionell, aber kurz und knapp mit den ewig gleichen Fragen um - Elternhaus wird am Montag sauberst geputzt sein

(Motorsport-Total.com) - Nico Rosberg versucht in der entscheidenden Phase des WM-Kampfs 2016, sich durch nichts und niemanden ablenken zu lassen. Das beinhaltet auch die obligatorischen Medientermine, die er zwar professionell absolviert, dann aber - unabhängig von der Fragestellung - in erster Linie mit im Kopf vorgefertigten Standardantworten abspeist. Professionell und höflich zwar, aber wenig aussagekräftig.

Nico Rosberg

Nico Rosberg versucht, sich von allen äußeren Einflüssen abzuschirmen Zoom

Am Donnerstag vor dem Grand Prix von Mexiko (Formel 1 2016 live im Ticker) konnte man daher den Eindruck gewinnen, er sei von den ständig gleichen Fragen, auf die er die ständig gleichen, ziemlich knappen Antworten gibt, inzwischen ziemlich genervt. Aber das ist nicht der Fall: "Nein, die nerven mich nicht. Ist ja cool, in der Situation zu sein, freut mich total", sagt er. "Okay, wenn sie 20 Mal kommen, dann ist es nicht mehr ganz so schön wie beim ersten Mal. Aber ist schon okay."

Den Punktestand habe er sich, Hand aufs Herz, zum letzten Mal vor drei oder vier Wochen angesehen, behauptet der WM-Leader. Wir können auf die Sprünge helfen: Es sind derzeit 26 Zähler Vorsprung auf Lewis Hamilton, bei drei noch zu fahrenden Rennen. "Gehört habe ich das heute schon 25 Mal", grinst Rosberg.

Sonst möchte er beim Duell mit Hamilton "gar nicht in die Details gehen. Der Respekt ist da, das ist die Grundlage. Und dann gibt's Aufs und Abs, je nachdem, wie es gerade gelaufen ist." Dass die beiden in einer solchen Konkurrenzsituation nicht die allerbesten Freunde sein können, ist ebenso offensichtlich wie nachvollziehbar.


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Den Druck der aktuellen sportlichen Situation will Rosberg gar nicht erst leugnen. Dramatisch höher als vor anderen Rennen sei er aber nicht: "Natürlich spüre ich Anspannung. Es steht ein Grand-Prix-Wochenende bevor, und das möchte ich gerne gewinnen. Es ist die übliche Anspannung wie immer, wie ich sie schon die letzten drei Jahre hatte, als ich die Möglichkeit hatte, Poles zu holen und Rennen zu gewinnen."

Nervenzehrend ist das WM-Finale für seine Mutter Sina zu Hause in Monaco fast noch mehr als für Rosberg selbst. Aber Sina hat sich dafür in den vergangenen Jahren ein Ausgleichsprogramm zurechtgelegt: Wenn der Sohnemann fährt, beruhigt sie sich mit Putzen, Bügeln und einem Gläschen Schnaps. "Das Haus wird am Montagmorgen picobello sein", lacht Rosberg.