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Neuer Vorstoß für Doppel-Events: Mercedes lehnt Qualifying-Rennen ab

Am Freitag kam erneut der Vorschlag von Qualifying-Rennen mit umgekehrter Startaufstellung bei Doppel-Events auf: Doch Mercedes ist gegen diese Idee

(Motorsport-Total.com) - Die FIA möchte für die Formel-1-Saison 2020 gerne eine neue Regel ausprobieren: Um das zweite Rennen bei Doppel-Events spannender zu gestalten, wurde am vergangenen Freitag der Vorschlag von Qualifying-Rennen mit umgekehrter Startaufstellung eingebracht. Ein 30-minütiges Rennen würde das normale Qualifying ersetzen, die Startreihenfolge wäre der umgekehrte WM-Stand.

Robert Kubica, Carlos Sainz, Daniil Kwjat, George Russell

Ein Start von hinten ist für die Topteams keine gute Idee Zoom

In der kommenden Woche sollen die Teams darüber abstimmen, bevor der Weltrat der FIA den Vorschlag absegnen muss. Allerdings wird dafür Einstimmigkeit unter allen Teams nötig sein - und Mercedes ist gegen die Idee. Sollte das Team seine Meinung nicht ändern, wird der Vorschlag also abgeschmettert werden.

Der Vorschlag von Qualifying-Rennen kam bereits in den vergangenen Monaten auf, wurde aber von den Formel-1-Teams abgelehnt. Vor allem den Topteams um Mercedes gefiel die Idee nicht, dass sie wahrscheinlich von ganz hinten starten würden, und während Ferrari diesmal wie die Mehrheit der Teams für den Vorschlag sein soll, ist Mercedes weiter dagegen. Andere Teams wollten weitere Bedenkzeit.

Die Regeländerung würde ohnehin nur Doppelrennen betreffen, von denen neben Spielberg Anfang Juli nach aktuellem Stand nur Silverstone im Kalender steht. Die Autos wären nach dem Qualifying im Parc ferme, die drei Trainingssessions würden regulär ausgetragen werden.


Fotostrecke: Die zehn denkwürdigsten F1-Regeländerungen

Die FIA wollte im Hinblick auf 2022 ohnehin neue Ideen ausprobieren und hätte nun einen Testlauf. Doch solange nicht alle Teams zustimmen, bleibt alles beim Alten.

Zwar hat die FIA für die Coronakrise eine 60-Prozent-Regel eingeführt, um große Regeländerungen auch ohne Einstimmigkeit durchbekommen zu können, doch in diesem Fall gilt der Vorschlag nicht als dringend, sodass weiterhin Einstimmigkeit vorliegen muss.

Mercedes hatte bereits ein Handicap durch die neuen Aerodynamik-Testregeln akzeptiert. Ab dem kommenden Jahr sollen erfolgreiche Teams weniger testen dürfen. Dass man sich nun auf ein weiteres Handicap einlässt, ist unwahrscheinlich.

Am Mittwoch soll ein weiteres Treffen der Sportlichen Arbeitsgruppe stattfinden, weswegen die Abstimmung bereits Anfang der Woche über die Bühne gehen soll.

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