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Neuer Rückschlag für Williams: "Irgendwas stimmt nicht..."

Erstes Europa-Qualifying, gleich das Aus in Q1: Bei Williams und den Piloten Pastor Maldonado und Valtteri Bottas werden die Sorgenfalten immer größer

(Motorsport-Total.com) - 1,5 Sekunden hinter der Spitze und meilenweit hinter den eigenen Ansprüchen zurück: Beim Europa-Auftakt der Formel 1 fiel das britische Williams-Team in ein noch tieferes Loch als beim Auftakt in Übersee. Sowohl Valtteri Bottas als auch Pastor Maldonado schieden im Qualifying zum Großen Preis von Spanien bereits in Q1 aus und hielten sich lediglich vor den Vertretern von Caterham und Marussia.

Valtteri Bottas

Grün ist die Hoffnung: Und davon brauchen Williams und Valtteri Bottas nun eine Menge Zoom

Und das Schlimmste daran ist: Just auf dieser Strecke war Maldonado vor exakt einem Jahr zu Startplatz eins und tags darauf zum Sieg gefahren. Sein Teamkollege beschreibt es gegenüber 'Motorsport-Total.com' sehr treffend: "Jetzt ist alles anders als 2012. Pastor hat damals Platz eins belegt, jetzt ist er 18. Irgendetwas stimmt hier nicht." Dieser Eindruck verfestigt sich mehr und mehr.

Was also ist los bei Williams? Bottas: "Wir haben einige größere Probleme mit dem Auto. Ein paar davon konnten wir schon lösen. Wir machen ständig kleine Fortschritte. Das reicht aber nicht aus", meint der Finne und merkt an: "Wir brauchen etwas mehr, weil sich natürlich auch alle Anderen verbessern. Ich vermute einmal, die kommende Woche wird recht stressig in der Fabrik."

Geht in Barcelona doch noch was?

Denn Williams muss nun zunächst auf Spurensuche gehen und "herausfinden, wo wir stehen", wie Maldonado hinzufügt. Ein Rückblick auf 2012 lohne nicht, sagt der Venezolaner. "Wir blicken stets nur nach vorn und wir müssen hart arbeiten. Alle zusammen. Wir sind ja nicht alle von einem Jahr auf das andere plötzlich dumm geworden. Wir müssen einfach gemeinsam an einem Strang ziehen."

Ob so das Wochenende in Barcelona noch zu retten ist? Ein Fünkchen Hoffnung scheint beim britischen Traditionsteam noch zu existieren: "Auf den Longruns haben die Fahrer ein besseres Gefühl für das Auto. Im Qualifying hat das Fahrzeug nicht so funktioniert, wie wir das erwartet hatten", erklärt Williams-Chefingenieur Xevi Pujolar nach dem enttäuschenden Qualifying in Spanien.

"Außerdem waren die Abstände recht gering. Unsere Konstanz auf den Longruns war wesentlich besser. Hoffentlich können wir ausgehend davon noch ein paar Positionen gutmachen", meint er. Bottas pflichtet Pujolar bei: "Es sah so aus, als könnten wir Sauber und Toro Rosso jagen. Hoffentlich können wir es mit diesen Teams aufnehmen. Es ist auf jeden Fall ein langes Rennen", sagt er.

In Monaco bleibt wohl alles beim Alten...

"Mit einer guten Strategie können wir vielleicht in den Top 14 kämpfen. Und wenn etwas passiert, ein paar Leute ausfallen, dann kann es auch noch weiter nach vorn gehen. Platz zehn wäre ein klasse Ergebnis, aber das hängt von anderen Faktoren ab. Von Regen zum Beispiel." Doch selbst das ist kein Ergebnis, mit dem die Vorjahressieger aus Barcelona auf lange Sicht zufrieden sein werden.


Fotos: Williams, Großer Preis von Spanien


Es muss sich etwas tun, fordert auch Maldonado. Er sagt: "Nach diesem Rennen müssen wir uns mal gemeinsam hinsetzen. Wir sind ja nicht hier, um den Einzug in Q2 zu schaffen. Wir sind hier, um gute Platzierungen einzufahren. Vielleicht ist es möglich, eine Quali-Runde weiter zu gelangen. Hier und heute war das aber nicht der Fall." Und dass es in Monte Carlo besser läuft, bezweifelt das Team.

"Ich hoffe darauf, aber wir werden sehen", meint Bottas am Samstagabend. "Monaco ist etwas ganz Anderes. Ob wir dort besser sind als hier, ist ein Fragezeichen. Es fehlt uns weiter an Abtrieb. Wenn dein Auto aber gut funktioniert, kannst du in Monaco stark sein. Es dürfte jedoch ähnlich laufen", sagt der Williams-Pilot. Und Pujolar merkt an: "Für uns wird Silverstone die nächste wahre Standortbestimmung."