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Nächster Verstappen-Rekord: Was ist von Platz zwei möglich?

Max Verstappen bricht den nächsten Rekord, interessiert sich allerdings nur für das Rennen am Sonntag - Was ist mit den superweichen Reifen am Start möglich?

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen wird am Sonntag der jüngste Pilot werden, der jemals ein Formel-1-Rennen aus der ersten Startreihe aufgenommen hat. Der Red-Bull-Pilot sicherte sich am Samstag in Spa den zweiten Startplatz hinter Nico Rosberg und brach damit den Uralt-Rekord von Ricardo Rodriguez (Rodriguez in unserer Datenbank). Der Mexikaner stand 1961 in Monza im Alter von 19 Jahren ebenfalls auf Startplatz zwei. "Ich bin einfach nur glücklich, in Spa in der ersten Reihe zu stehen", betont Verstappen allerdings.

Max Verstappen

Schafft es Max Verstappen am Sonntag in Spa wieder einmal auf das Podium? Zoom

Der Rekord bedeutet ihm relativ wenig. "Ich will andere Rekorde brechen", erklärt er angriffslustig. Jüngster Grand-Prix-Sieger ist Verstappen bereit. Kann er nun am Sonntag nach Erfolg Nummer zwei greifen? "Wir können sehr zufrieden sein, dass wir auf so einer Strecke mit langen Geraden so nah an ihnen (Mercedes; Anm. d. Red.) dran sind", erklärt der Niederländer.

"Das ganze Wochenende lief ziemlich glatt. Heute Morgen hatte ich zwar kleine Probleme, aber die Mechaniker haben einen tollen Job gemacht, und im Qualifying hat das Auto sehr gut funktioniert", so Verstappen, der im dritten Training etwas Zeit an der Box verlor. Der Red-Bull-Pilot glaubt allerdings nicht, dass das der Grund ist, warum ihm am Ende 0,149 Sekunden auf die Pole-Zeit fehlten.

Supersofts: Vor- oder Nachteil?

"Du kannst immer einen noch besseren Job machen, aber auch Nico hätte noch eine bessere Runde fahren können", winkt Verstappen ab. Motorsportberater Helmut Marko ergänzt: "Wir wussten, dass Mercedes in der Qualifikation mit ihren Spezial-Einstellungen mehr PS bringen können, man hat das in der Zeit im ersten Sektor gesehen. Da haben die uns die Zeit abgenommen. Im Rennen schaut das wieder anders aus."


Großer Preis von Belgien

"Sein Selbstvertrauen ist unbändig", lobt der Österreicher Verstappen bei 'Sky' und erklärt: "Wir sind das Risiko eingegangen und haben ihn in ein Formel-1-Auto gesetzt. Er hat das optimal belohnt. Ich muss ein Lob an das ganze Team aussprechen. Ich hätte nicht gedacht, dass das Auto auf dieser Powerstrecke so gut ist. Ricciardo hat ein paar Fehler gemacht, daher ist er etwas hinten, aber ansonsten ist alles positiv."

"Wir haben bei unseren Autos zwei unterschiedliche Strategien." Helmut Marko

"Wir haben bei unseren Autos zwei unterschiedliche Strategien, eine unterschiedliche Reifenwahl - auch ein bisschen bedingt durch den technischen Defekt im dritten Training. Aber generell waren unsere Longruns gut, und auch der Verschleiß war im Rahmen des Üblichen. Für Max geht es morgen nicht so schnell, wie er kann, sondern so schnell, wie es die Reifen ertragen", so Marko.

Denn Verstappen startet im Rennen - als einziger Spitzenpilot - auf den superweichen Reifen. Rosberg, Teamkollege Daniel Ricciardo und Co. setzen allesamt auf die Soft-Mischung. "Ich denke, dass es mir helfen wird. Aber Max wollte seine eigene Strategie, und ich wollte meine. Logischerweise denken wir beide, dass wir jeweils die beste haben", so Ricciardo, der das Rennen von Startplatz fünf aufnehmen wird.

Red Bull bei Longruns stärker als Mercedes?

Doch wie sehen es die anderen Konkurrenten? Kimi Räikkönen (Startplatz drei) glaubt nicht, "dass die Reifen beim Start einen großen Unterschied machen." Zwar seien die Supersofts "etwas besser", doch einen großen Vorteil sieht er nicht. "Normalerweise kannst du deine Position den Berg herauf verteidigen. Aber natürlich musst du Eau Rouge gut erwischen", ergänzt Pole-Setter Rosberg, der beim Start ebenfalls keine große Angst vor Verstappen hat.


Kimi Räikkönen: Was Spa so besonders macht

Der Ferrari-Pilot und Belgien-Grand-Prix-Experte beschreibt seine Eindrücke vor dem 13. Rennen der Saison Weitere Formel-1-Videos

Daniel Ricciardo verrät bei 'Sky Sports F1' währenddessen: "Sagen wir mal, dass ich nicht enttäuscht bin. Normalerweise wäre ich vielleicht enttäuscht, weil ich nur Fünfter bin und Max in Reihe eins steht. Aber er ist einfach eine gute Runde gefahren. Ich habe das Gefühl, dass ich auf den Supersofts eine ordentliche Runde gefahren bin. Es hat einfach nur die letzte Kleinigkeit gefehlt. Q2 war wichtig für mich, damit ich auf den Softs starten kann."

"Ich glaube, dass wir in einer ähnlichen Position wie 2014 sind." Daniel Ricciardo

"Ich glaube, dass wir in einer ähnlichen Position wie 2014 sind. Wir sind im Mittelsektor sehr stark, und auch in den beiden anderen sind wir nicht so weit weg. Vor zwei Jahren bin ich auch als Fünfter gestartet", lacht Ricciardo, der das Rennen damals gewinnen konnte. Außerdem geht er davon aus, bei Longruns besser zu sein als auf einer einzelnen schnellen Runde. "Hoffentlich liege ich damit richtig. Wenn das so ist, dann werde ich morgen vorne mit dabei sein", so der Australier.

"Ich glaube, dass Red Bull am Freitag die beste Longrun-Pace hatte", grübelt Rosberg, der am Sonntag eine große Unterstützung an der Strecke für Verstappen erwartet. "Man würde denken, man ist in Holland da draußen, so viele Holländer sind gekommen! Es ist echt cool, wie die hier alle den Max unterstützen", lobt Rosberg, und der Niederländer selbst erklärt: "Es ist eine große Motivation, wenn man sie an der Strecke sieht." Ob die Fans des Youngsters am Sonntag - mindestens - über ein Podium jubeln dürfen?

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