powered by Motorsport.com

Nächster Formel-2-Meister ohne Cockpit? Sauber prüft Optionen für Pourchaire

Im eigenen Formel-1-Team ist für Sauber-Junior Theo Pourchaire 2024 kein Cockpit frei - Aktuell prüft man, welche Optionen es für den möglichen Formel-2-Meister gibt

(Motorsport-Total.com) - Sauber-Junior Theo Pourchaire steht in diesem Jahr vor dem Gewinn der Formel-2-Meisterschaft. Der Franzose führt die Fahrerwertung vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi vor Mercedes-Junior Frederik Vesti an - wird aber 2024 wohl trotzdem nicht in der Formel 1 fahren.

Titel-Bild zur News: Theo Pourchaire

Junior Theo Pourchaire durfte bereits für Alfa Romeo testen Zoom

Denn für 2024 hat der Sauber-Rennstall, der in diesem Jahr zum letzten Mal unter dem Namen Alfa Romeo an den Start geht, bereits Valtteri Bottas und Guanyu Zhou bestätigt. Für den eigenen Junior und möglicherweise neuen Formel-2-Champion ist damit kein Cockpit mehr frei.

Alfa Romeos Teamrepräsentant Alessandro Alunni Bravi verrät: "Wir diskutieren gemeinsam, was das beste Rennprogramm für ihn sein wird, damit er bereit ist, in ein Formel-1-Auto zu steigen. Für die Zukunft sind ihm keine Türen verschlossen."

Heißt: Pourchaire könnte 2024 in einer anderen Serie an den Start gehen und Sauber gleichzeitig als Testfahrer erhalten bleiben. "Wir sind bereit, einen Deal zu machen", so Alunni Bravi, der die beiden vorherigen Formel-2-Meister als Beispiel nennt.

Denn nach Oscar Piastri (2021) und Felipe Drugovich (2022) wäre Pourchaire bereits der dritte Formel-2-Meister in Folge, der im Jahr nach dem Titelgewinn nicht in der Formel 1 fahren würde. Zuletzt schaffte das Mick Schumacher, der 2021 als amtierender Champion zu Haas kam.

Eigenes Testprogramm für Pourchaire zu teuer?

Piastri überbrückte die Saison 2022 als Ersatzpilot bei Alpine, Drugovich ist aktuell Ersatzfahrer bei Aston Martin. Für Pourchaire wären die Testmöglichkeiten 2024 bei Sauber allerdings vermutlich überschaubar. Daraus macht auch Alunni Bravi kein Geheimnis.

"Wir haben kein altes Auto wie Aston Martin, McLaren oder Mercedes, um ein richtiges Testprogramm für einen Fahrer durchzuführen", gesteht er und betont: "Das ist eine große Einschränkung. Vielleicht steht ihm das im nächsten Jahr zur Verfügung."

"Wir diskutieren das intern. Natürlich ist das vom Budget her etwas, das für ein Team ziemlich teuer ist, aber wir wollen alle Möglichkeiten ausloten. Für einen Fahrer wie ihn stehen die Türen offen", so Alunni Bravi, der allerdings keine Versprechungen macht.


Fotostrecke: Die Vertragslaufzeiten der aktuellen Formel-1-Fahrer

"Wir wollen, dass er [2024] nah am Formel-1-Team dran ist, denn wir haben ihn gebeten, sich in diesem Jahr voll auf die Formel 2 zu konzentrieren." Dort schlage sich der Franzose "gut", so Alunni Bravi, der betont: "Ich denke und hoffe, dass er die Meisterschaft in Abu Dhabi gewinnen wird."

Das Saisonfinale der Formel 2 findet erst Ende November im Rahmen des Formel-1-Rennens in Abu Dhabi statt. Womöglich hat sich bis dahin bereits geklärt, wie es für Pourchaire 2024 weitergeht.