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  • 30.06.2022 · 11:38

  • von Stefan Ehlen, Co-Autor: Jonathan Noble

Nach Putin-Aussagen: Formel 1 distanziert sich von Bernie Ecclestone

Warum sich die Formel 1 von aktuellen Aussagen ihres früheren Geschäftsführers Bernie Ecclestone distanziert und was Ecclestone genau gesagt hat

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 hat sich erneut von ihrem ehemaligen Geschäftsführer Bernie Ecclestone distanziert, nachdem Ecclestone im britischen Fernsehen kontroverse Aussagen über den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den Krieg in der Ukraine getätigt hatte und dabei per Einblendung als "Bernie Ecclestone aus der Formel 1" bezeichnet worden war.

Bernie Ecclestone

Der frühere Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (Archivfoto) Zoom

Die Reaktion der Formel 1 im Wortlaut: "Bei den Aussagen von Bernie Ecclestone handelt es sich um seine persönliche Meinung. Diese Meinung steht in sehr krassem Kontrast zu den modernen Werten der Formel 1."

Denn Ecclestone war in der Sendung "Good Morning Britain" bei 'ITV' gefragt worden, ob er den russischen Präsidenten Wladimir Putin noch als seinen "Freund" bezeichnen würde. Ecclestone antwortete: "Ich würde mich immer noch für ihn opfern."

Weiter sagte Ecclestone: "[Putin] ist eine erstklassige [und] vernünftige Person. Was er tut, ist das, was er für das Richtige hält für Russland."

Außerdem hielt Ecclestone dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, zu wenig Engagement gezeigt zu haben. O-Ton: "Wenn er sich Gedanken gemacht hätte, dann hätte er definitiv eine ausreichend große Bemühung unternehmen können, um mit Herrn Putin zu sprechen, ihm zuzuhören und wahrscheinlich zu einer Lösung zu kommen."

Auf die explizite Nachfrage der Moderatorin, ob Ecclestone glaube, Selenskyj hätte den Krieg verhindern können, sagte Ecclestone schlicht: "Absolut." Kurz vorher hatte Ecclestone erklärt, der Ukraine-Krieg sei von Putin "nicht absichtlich" herbeigeführt worden.

Ecclestone: Nicht der erste verbale Fehltritt ...

Mit kontroversen Aussagen dieser Art ist Ecclestone schon häufiger aufgefallen, etwa 2009 - damals noch als Geschäftsführer der Formel 1 - mit fragwürdigen Kommentaren über Adolf Hitler oder 2020 mit seiner Reaktion auf die Kampagne von Lewis Hamilton gegen Rassismus.

2020 schrieb die Formel 1: "In einer Zeit, in der es auf Zusammenhalt ankommt, um gegen Rassismus und Ungleichheit vorzugehen, widersprechen wir Bernie Ecclestones Aussagen vollkommen. Solche Aussagen gehören weder in die Formel 1 noch in die Gesellschaft."

Ecclestone war bis Anfang 2017 als CEO der Formel 1 tätig und hielt anschließend und bis 2020 den Titel "Ehrenvorsitzender der Formel-1-Gruppe". Der 91-jährige Ecclestone ist in dritter Ehe verheiratet und im Juli 2020 ein viertes Mal Vater geworden. Er lebt mit seiner Familie in der Schweiz und in Brasilien.

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