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Nach Pleite 2023: Alpine will sich 2024 in der Formel 1 "keine Ziele setzen"

Nachdem die Saisonziele 2023 deutlich verfehlt wurden, verzichtet man bei Alpine in diesem Jahr darauf, eine konkrete WM-Platzierung als Ziel zu benennen

(Motorsport-Total.com) - "Platz vier ist das Minimalziel", sagte der damalige Alpine-CEO Laurent Rossi vor der Formel-1-Saison 2023 unmissverständlich - und war wenige Monate später seinen Job los. Vor der Saison 2024 verzichten die Franzosen dieses Mal auf solche klaren Vorgaben.

Titel-Bild zur News: Alpines Formel-1-Teamchef Bruno Famin bei einer Pressekonferenz

Bruno Famin vermeidet es, für 2024 ein klares Alpine-Saisonziel auszugeben Zoom

"Wir werden uns keine Ziele setzen", betont Teamchef Bruno Famin im Rahmen der Vorstellung des neuen A524 und erklärt: "Für mich wird eine gute Saison 2024 eine Saison sein, in der wir in der Lage sein werden, Verbesserungen zu sehen."

"Und wenn ich Verbesserungen sage, spreche ich nicht nur von der Strecke", betont er. Vielmehr gehe es 2024 um "die Verbesserung der Arbeitsweise in den Fabriken, die Entwicklung unserer Prozesse, die Entwicklung unserer Mitarbeiter", so Famin.

"Das ist wirklich das Ziel", sagt er und vermeidet damit eine klare Zielvorgabe im Hinblick auf die Weltmeisterschaft. 2023 war man damit krachend gescheitert, denn statt auf dem vierten landete man am Ende des Jahres lediglich auf dem sechsten WM-Rang.

Noch weiter hinten hat das Team aus Enstone die Weltmeisterschaft zuletzt in der Saison 2016 beendet, als der Rennstall noch Renault hieß und lediglich WM-Neunter wurde. Womöglich hält man sich auch deshalb dieses Mal mit Prognosen zurück.

Famin hofft erneut auf kleine Erfolgserlebnisse

Das heißt laut Famin aber keinesfalls, dass Alpine nicht auch 2024 wieder versucht wird, "auf der Strecke jede Gelegenheit nutzen, um gute Ergebnisse zu erzielen", so der Teamchef, der betont, dass man das auch in der Vorsaison geschafft habe.

"Auch wenn das Gesamtergebnis im vergangenen Jahr schlecht war", erklärt er, seien die Fahrer in der Lage gewesen, ihre Chancen zu nutzen, wenn sie sich geboten haben, "und das müssen wir noch öfter tun", fordert er für die kommende Saison 2024.

Im vergangenen Jahr standen Esteban Ocon und Pierre Gasly jeweils einmal auf dem Podium, dazu kam ein weiterer dritter Platz für Gasly im Sprint in Belgien. Von solchen kleinen Erfolgserlebnissen erhofft man sich in Enstone 2024 noch einige mehr.


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Das übergeordnete Ziel, so Famin, sei es allerdings, "in der Formel 1 zu gewinnen", stellt er klar. Daher sei es in der neuen Saison das Wichtigste, einen Schritt in diese Richtung zu machen - unabhängig von den reinen Ergebnissen auf der Strecke.