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Motorsport 1x1: Daniel Abt erklärt die Arbeit am Setup

In einem neuen Teil seiner Videoserie "Motorsport 1x1" erklärt Daniel Abt, wie wichtig das Verhältnis zwischen Fahrer und Ingenieur bei der Arbeit am Setup ist

(Motorsport-Total.com) - Der Fahrer muss sich wohlfühlen! Was klingt wie eine abgedroschene Floskel, ist im Motorsport das A und O, um Rennen zu gewinnen. Und dieses Wohlbefinden im und mit dem eigenen Auto steht und fällt mit dem richtigen Setup. "Das ist natürlich ein sehr, sehr komplexes Thema", weiß Formel-E-Pilot Daniel Abt, der sich in der dritten Folge seiner neuen Videoserie "Motorsport 1x1" eben dieses Themas annimmt.

Daniel Abt

Daniel Abt erklärt im dritten Video des "Motorsport 1x1" das Thema Setup Zoom

Während eines Rennwochenendes bekommt man den Satz "Wir müssen noch am Setup arbeiten" immer wieder zu hören. Dabei geht es mitnichten nur darum, sich auf veränderte äußere Bedingungen wie etwa das Wetter einzustellen. Die Arbeit beginnt weit im Voraus eines Rennens, wie Abt erklärt: Schon vorab machen sich die Ingenieure über das Streckenlayout Gedanken, um ein Grundsetup für das Auto zu erstellen.

Gibt es viele schnelle oder viele langsame Kurven? Wie ist der Belag der Strecke? Welche Temperaturen sind zu erwarten? All diese Fragen werden einkalkuliert und unter Zuhilfenahme eines Simulators getestet. "Je nachdem wie gut so ein Simulator ist, kann man da auch Setupänderungen vornehmen. Aber es ist eher dazu da, ein Grundsetup zu finden, mit dem man dann an die Rennstrecke kommt", schildert Abt das Procedere.


Daniel Abt erklärt Formel-1-Technik: Setup

Daniel Abt erklärt technische Begriffe im Motorsport anschaulich und mit Witz - Im dritten Video der neuen Reihe geht es um das Thema Setup Weitere Formel-1-Videos

Auf der Strecke folgt dann die erste Probe aufs Exempel. Doch Abt weiß: "In 90 Prozent der Fälle gibt es immer was zu meckern." Neben der Datenanalyse, die der Rennfahrer im zweiten Video seiner Reihe bereits erklärte, spielt das Feedback des Fahrers an den Ingenieur eine wichtige Rolle. Auf einem sogenannten Sheet wird die Strecke Kurve für Kurve kommentiert: Wie fühlt sich das Auto in den einzelnen Streckenabschnitten an?

Nicht immer passt das Feedback des Piloten zu den Daten. Denn: "Natürlich hat jeder Fahrer seine eigene Vorliebe. Also man kann nicht sagen, dass wenn wir alle das gleiche Auto fahren, dieses Sheet bei jedem dann gleich aussieht und jeder die gleichen Kommentare schreibt." Daher müsse von Einzelfall zu Einzelfall geklärt werden, welche Änderungen Sinn machen. Dann geht es zurück auf die Strecke, um sie zu testen.

"Das ist ein Kreislauf, der sich immer wiederholt", weiß Abt und betont: "Es wird nie der Punkt kommen, an dem das Auto perfekt ist." Doch je besser sich Ingenieur und Fahrer verstehen und mit ihren Feedbacks aufeinander eingehen, umso wahrscheinlicher könne man sich diesem Punkt annähern. Das Stichwort heißt: blindes Vertrauen. "Dann kann man erfolgreich sein und nur so kann man Rennen gewinnen."