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Mosley und Ecclestone verteidigen Strafe für Schumacher

Um jedwede unfaire Beeinträchtigung des Qualifyings in Zukunft zu unterbinden, wurde mit Michael Schumacher in Monaco ein Exempel statuiert

(Motorsport-Total.com) - Der Skandal um Michael Schumachers angeblich absichtliches Parken in der Rascasse-Kurve im Qualifying zum Grand Prix von Monaco schlägt weiterhin hohe Wellen. Nun haben sich auch FIA-Präsident Max Mosley und Formel-1-Chef Bernie Ecclestone öffentlich geäußert: Beide empfinden die Rückversetzung auf den letzten Startplatz als richtig, wollen dem Ferrari-Star aber nicht dezidiert Absicht unterstellen.

Bernie Ecclestone und Max Mosley

Bernie Ecclestone und Max Mosley wünschen sich keine Parkaffären mehr... Zoom

Mosley unterstrich gegenüber 'autosport.com', dass der Zwischenfall "eigenartig" ausgesehen habe, blieb aber trotz seiner Erfahrung als Ex-Rennfahrer diplomatisch: "Meine aktive Zeit ist schon so lange her, dass ich diesbezüglich nicht qualifiziert bin, mich dazu zu äußern. Ich war des Rennens wegen enttäuscht, denn es hätte brillant werden können, aber sogar aus der Beobachterperspektive war klar, dass die Situation ausreichend war, um eine Untersuchung zu beginnen", so der Brite.#w1#

Unsportlichkeit soll von vornherein unterbunden werden

"Ich halte es für sehr wichtig, dass etwas unternommen wird, wenn man annehmen muss, dass etwas nicht korrekt war. Wir haben einige andere Fahrer bestraft, die jemanden aufhielten, und dann passierte dieser Zwischenfall", sagte Mosley. Es sei anschließend wichtig gewesen, ein Exempel zu statuieren, um jedwede faule Tricks dieser Art in Zukunft zu unterbinden: "Jetzt realisieren die Fahrer, dass sie fair bleiben müssen!"

"Alles in allem finde ich, dass die Kommissäre damit Recht hatten, eine starke Botschaft hinauszuschicken. Jede Störung des Qualifikationssystems wird bestraft", fuhr er fort. Aber: "Das ist eben so eine Sache, die zum Sport dazugehört. Wenn alles vorbei ist, ist es kein großes Drama mehr, denn es wurde schließlich niemand verletzt. Vielleicht macht es am Ende der Weltmeisterschaft keinen Unterschied. Wir werden sehen."

Ecclestone zweifelt die Schumacher-Version an

"Ich glaube nicht, dass er für seine Darbietung einen Oscar bekommen wird." Bernie Ecclestone

Indes soll sich Ecclestone ohne laufende Diktiergeräte recht deutlich zur Schumacher-Aktion geäußert haben, doch offiziell hielt sich der 75-Jährige vornehm zurück. Sauer stieß ihm jedoch sehr wohl auf, dass der Ferrari-Pilot unmittelbar nach dem Qualifying keine klare Entschuldigung von sich gab. Pro Schumacher ist freilich anzumerken: Wenn er sich wirklich nicht schuldig fühlt, wofür hätte er dann um Entschuldigung bitten sollen?

"Er muss selbst entscheiden, was er sagen will, nicht wahr? Ich glaube aber nicht, dass er für seine Darbietung einen Oscar bekommen wird", merkte Ecclestone an. "Die Kommissäre haben gesagt, dass sie der Ansicht sind, dass sein Handeln absichtlich war. Sie hatten das Gefühl, dass er ihnen nicht die Wahrheit gesagt hat, als er befragt wurde. Das war der Grund, weshalb die Strafe so drastisch ausgefallen ist."

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