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Montezemolo: Wie ihn Ferrari zum 70. Geburtstag demütigt

Warum Ex-Ferrari-Boss Luca di Montezemolo sauer auf Nachfolger Sergio Marchionne ist und wie sehr es ihm fehlt, die Geschicke der Scuderia zu leiten

(Motorsport-Total.com) - Unter seiner Führung erzielte Ferrari die größten Erfolge, doch dieses Jahr wird Luca di Montezemolo beim Heimspiel in Monza fehlen. Und das, obwohl er heute Donnerstag seinen 70. Geburtstag feiert. "Ich bin nach Monza nicht eingeladen worden", offenbart der Italiener gegenüber der 'Gazzetta dello Sport'. Eine Demütigung der besonderen Art, die andeutet, dass der verlorene Machtkampf gegen seinen Nachfolger Sergio Marchionne tiefe Spuren hinterlassen hat.

Luca di Montezemolo

Ex-Boss Luca di Montezemolo wurde zum 70er nicht von Ferrari eingeladen Zoom

"Von ihm habe ich nicht einmal eine Schachtel Pralinen für den Erfolg erhalten, den mir Ferrari verdankt", ist Montezemolo, der in den 1970er-Jahren Rennleiter und von 1991 bis 2014 Ferrari-Präsident war, auf Marchionne nicht gut zu sprechen. Dennoch ist die Scuderia für ihn größer als alles andere - trotz des Mannes, der derzeit an der Spitze steht. "Hauptsache ist, dass Ferrari wieder siegt", sagt Montezemolo.

Seit seinem Ferrari-Aus versuchte der enge Vertraute von Michael Schumacher, die Fluglinie Alitalia zu retten, jedoch ohne Erfolg. Umso mehr vermisst der Adelige die Zeiten in Maranello. "Ferrari fehlt mir sehr, es fehlen mir die Rennen, doch noch mehr die Fabrik, die Männer und Frauen von Maranello, die Planung der Technologie der Zukunft, die Kunden und die Arbeitsorganisation."

Nur eines habe sich nicht geändert: "Ich schaue die Rennen an und leide wie vorher. Es bedeutet immer noch großen Stress für mich." Auch in Zeiten als Ferrari-Boss war Montezemolo oft nur am Donnerstag an der Rennstrecke, weil er laut eigenen Angaben zu sehr mit seinem Team mitlebte.

Noch heute spürt er diese Verbindung nach Maranello. Kein Wunder, gab es doch schon in seiner Ära erste Kontakte zum neuen Ferrari-Hoffnungsträger Sebastian Vettel, der die Italiener nun nach echs sieglosen Rennen in Monza erlösen soll. "Michael Schumacher hatte mir ihn damals empfohlen, doch wir hielten Vettel noch für zu jung. Seitdem hatte ich ihn aber stets im Kopf", bestätigt der Adelige.

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