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Monaco statt Österreich: Leclerc für Verlassen der Spielberg-Blase verwarnt

Valtteri Bottas und Charles Leclerc waren zwischen den Rennen in ihrer Heimat und Monaco: Zumindest der Ferrari-Pilot wird für das Verlassen der Blase verwarnt

(Motorsport-Total.com) - Charles Leclerc wird von der FIA verwarnt und noch einmal eindringlich an das Einhalten der COVID-19-Protokolle erinnert. Denn sowohl der Ferrari-Pilot als auch Mercedes' Valtteri Bottas haben die freien Tage zwischen den Spielberg-Rennen genutzt, um in ihre Heimat Monaco zurückzukehren und somit aus ihrer eigenen Blase innerhalb der Strecke auszubrechen.

Charles Leclerc

Die Maske hätte Charles Leclerc mal in Monaco aufsetzen sollen Zoom

Bottas hatte auf Social Media Bilder aus Monaco gepostet, wo er den Geburtstag seiner Freundin gefeiert hatte, Leclerc wurde mit Freunden und Familie im Fürstentum fotografiert - ohne Schutzmaske.

Zwar verbietet der Verhaltenskodex nicht, dass sich die Teilnehmer zwischen den Rennen von der Strecke entfernen, dennoch ist strikt festgelegt, dass man in seiner eigenen Blase zu bleiben hat und sich nicht mit Außenstehenden vermischt.

Warum Leclerc verwarnt wurde und Bottas nicht

Schon am vergangenen Wochenende hatte die FIA Ferrari und Red Bull ermahnt, nachdem Sebastian Vettel im Plausch mit Christian Horner und Helmut Marko erwischt wurde, nun gibt es die erneute Erinnerung an Ferrari. Eine Strafe ist im Kodex nicht vorgesehen, jedoch können Verstöße an die Rennkommissare gemeldet werden.

"Ich habe herausgefunden, dass es erlaubt ist, zurückzureisen", erklärt Bottas. "Wenn ich mit den gleichen Leuten in der gleichen Blase bleibe, macht es keinen Unterschied, ob ich hier oder zuhause bin. Und ich habe mich entschieden, zurück nach Hause zu gehen. Wir sind in Europa und die Reisen sind nicht lang."

Auch Leclerc sieht kein Problem in seinem Heimatbesuch und betont, dass er vor seiner Rückkehr gleich zweimal getestet wurde - beide Male negativ. Dennoch verstieß der Monegasse gegen das Protokoll und wurde verwarnt. Bottas kam noch einmal davon, weil Freundin Tiffany Cromwell und sein Trainer Antti Vierula zur erlaubten Gruppe gehören.

Auch Steiner zuhause, Grosjean überrascht

Dennoch sorgten die Ausflüge der beiden nicht gerade für Begeisterung unter den Kollegen: "Die Message war, dass wir hier bleiben müssen, von daher war ich etwas überrascht, dass Leute nach Hause gefahren sind", sagt etwa Romain Grosjean, der seine Zeit zum Radfahren in den Bergen nutzte. "Natürlich macht es zuhause mehr Spaß, aber mir wurde die Option nicht gegeben."

Interessanterweise wurden beide Haas-Fahrer angewiesen, in der näheren Umgebung zu bleiben, Teamchef Günther Steiner fuhr hingegen ebenfalls nach Hause. "Ich bin erst heute zurückgekommen, ich kann euch nicht anlügen", sagt er am Donnerstag. "Ich musste zurück, ich hatte etwas zu tun. Ich bin jedoch nicht zurück in die Staaten geflogen, sondern war zuhause in Norditalien."

Doch auch der Südtiroler betont, dass man alle Protokolle befolgt und alle notwendigen Tests absolviert habe. Und solange das der Fall ist, hat Max Verstappen auch kein Problem mit Ausreißern: "Du wirst sowieso aller vier Tage getestet. Und solange das in Ordnung ist, gibt es nichts Falsches daran", sagt der Niederländer.

Vettel: "Ich liebe die Berge"

Er selbst sei aber wie die meisten seiner Kollegen in Österreich geblieben: "Mein Team wollte, dass ich hierbleibe. Das ist in Ordnung für mich, denn man kann mit dem Team auch unter der Woche viele Dinge machen", so Verstappen. "Ich weiß, dass Valtteri in Monaco war [...], aber alle wurden getestet, von daher mache ich mir überhaupt keine Sorgen."

Dass man seine Zeit auch in Österreich gut verbringen konnte, haben die meisten anderen Formel-1-Piloten gezeigt. In der Woche tauchten vor allem Fotos von Berglandschaften auf den Social-Media-Kanälen vieler Fahrer auf.

"Ich bin in der Blase geblieben", betont Sebastian Vettel. "Ich liebe die Berge, ich liebe Österreich, ich liebe es hier. Ich glaube, dass ich zum ersten Mal seit einer ganzen Weile die Chance hatte, auf die Berge zu gehen, die ich immer aus dem Rennauto sehe", so der Deutsche. "Ich habe meine Zeit genossen."

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