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Mexiko bangt um seinen Formel-1-Grand-Prix: "Es sieht nicht gut aus"

Weil staatliche Gelder für ein Eisenbahnnetz und nicht für die Formel 1 aufgewendet werden sollen, könnte 2020 nicht mehr in Mexiko-Stadt gefahren werden

(Motorsport-Total.com) - Viermal in Serie gewannen die Organisatoren des Mexiko-Grand-Prix den Formel-1-Preis als Promoter des Jahres. Nun steht das Rennen überraschend vor dem Aus, wenn der Vertrag mit Liberty Media Ende 2019 ausläuft. Grund ist, dass Staatspräsident Andres Manuel Lopez Obrador kein weiteres Geld in das Event pumpen, sondern ein 1.000 Kilometer langes neues Eisenbahnnetz fördern will.

Charles Leclerc

Bald fehlt das Geld: Die mexikanischen Fans müssen um ihren Grand Prix bangen Zoom

Der Politiker sagte kürzlich über das Rennen in Mexiko-Stadt: "Wenn es keinen finanziellen Aufwand bedeutet, unterstütze ich es. Ansonsten bin ich in solchen Fällen aber ein kleiner Pfennigfuchser." Das Problem an der Sache ist, dass der Grand Prix seit seinem Comeback 2015 rund 200 Millionen Euro verschlungen hat und auch in Zukunft wohl kaum ohne staatliche Hilfen auskommen wird.

Obwohl in jedem Jahr über 330.000 Fans an vier Tagen an die Strecke pilgerten und Mexiko nach Großbritannien das Rennen mit dem größten Zuschauerzuspruch war, legten die Organisatoren am Ende drauf. Sollten sie keinen Zugriff auf die in Zukunft für den neuen "Maya Train" reservierten Geldtöpfe des Tourismus-Ministeriums haben, wäre die Formel 1 für den Promoter nicht mehr bezahlbar.


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Racing-Point-Pilot Sergio Perez meint: "Es sieht nicht gut aus." Ein privater Geldgeber könnte den Grand Prix retten, jedoch ist er nicht in Sicht: "Keine Ahnung", sagt er über mögliche Unterstützung aus der Wirtschaft, die schnell erfolgen müsste. "Das komplette Geld kommt von der Regierung und ich weiß nicht, ob es da andere Möglichkeiten gibt." Perez stellt sich deshalb auf eine Enttäuschung ein.

"Es war so mühevoll [die Formel 1 nach Mexiko zu holen]. Wenn wir unseren Platz jetzt verlieren, ist es wahrscheinlich das Ende. Wir müssten nochmal 30 oder 50 Jahre warten, um ihn uns zurückzuholen", so Perez. "Als Mexikaner will ich, dass mein Land auf der ganzen Welt beachtet und gezeigt wird, wie toll Mexiko ist. Die Formel 1 bietet die richtige Plattform dafür." Die Frage ist, wie lange noch.

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