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Melbourne bereitet sich auf F1-Biosphäre beim Saisonauftakt 2021 vor

Für den Saisonauftakt 2021 wird sich die Formel 1 beim Grand Prix von Australien wahrscheinlich weiter abschotten müssen - Wie sich Melbourne darauf vorbereitet

(Motorsport-Total.com) - Ein streng abgeschottetes Biosphären-Modell, wie es an diesem Wochenende beim Saisonfinale in Abu Dhabi zum Einsatz kommt, könnte auch der Grand Prix von Australien zum Start in die Saison 2021 benötigen. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' verfolgt die Australian Grand Prix Corporation entsprechende Pläne.

Melbourne

Voraussichtlich wird auch der Saisonstart 2021 streng reglementiert sein Zoom

Dabei handelt es sich um eine Verschärfung der Restriktionen im Zusammenhang mit der sogenannten "Blase", die seit der Wiederaufnahme der Saison im Juli zum Einsatz kommt.

So wurde das Formel-1-Personal diesmal auf zehn Charterflügen nach Abu Dhabi gebracht und ist dort in seiner Bewegungsfreiheit zwischen den zugewiesenen Hotels und der Rennstrecke eingeschränkt. Dies könnte eine Blaupause für den Australien-Grand-Prix sein, der ohne ein ähnliches System womöglich nicht stattfinden kann.

Strenge Corona-Regeln für die Offiziellen vor Ort

Die Pläne sehen vor, dass der Verkehr zwischen den Hotels und dem Fahrerlager auch in Melbourne wahrscheinlich streng kontrolliert werden soll, und jeder, der sich in der Blase bewegt, sich nach der Veranstaltung einer 14-tägigen Hotelquarantäne unterziehen muss, wenn er freien Zugang zum Rest des Landes haben will.

Das wird vor allem das in Australien ansässige Veranstaltungspersonal betreffen - einschließlich einiger Mitarbeiter der Australian Grand Prix Corporation und Ehrenamtliche. Um sie genauer zu bestimmen, sind mehrere Unterteilungen vorgesehen.

Abu Dhabi

In Abu Dhabi ist die Biosphäre, innerhalb derer man sich bewegen darf, klar definiert Zoom

So ist von "Profil 1"-Mitarbeitern die Rede, die möglicherweise vier Tage vor der Veranstaltung unter Quarantäne gestellt werden und einen COVID-19-Test absolvieren müssen, um überhaupt in die Blase aufgenommen zu werden. Nach der Veranstaltung sind wiederum 14 Tage in einer Hotelquarantäne angesetzt.

"Eine ganz andere Veranstaltung als gewohnt"

25 bis 75 der mehr als 1000 Offiziellen könnten in die Kategorie "Profil 1" fallen, die alle Personen abdeckt, die in der Boxengasse, im Formel-1-Fahrerlager oder in der Rennleitung arbeiten. Die "Profil 2"-Kategorie umfasst Mitarbeiter, die in den Rahmenserien und als Streckenposten tätig sind und sich der Blase nicht anschließen müssen.

Michael Smith von Motorsport Australia betont zwar, dass noch keine festen Entscheidungen getroffen worden seien, sagt aber mit Blick auf den Saisonauftakt 2021: "Es wird eine ganz andere Veranstaltung sein als das, was wir gewohnt sind."

"Die FIA hat einige strenge Vorschriften rund um das Coronavirus, und wir müssen uns an diese Vorschriften anpassen. Die Formel 1 hat im Grunde genommen eine Blase geschaffen, und wir müssen Wege finden, wie wir lokale Funktionäre in diese Blase integrieren können." Dafür arbeite man auch mit der lokalen Regierung zusammen.

Melbourne will eigene Kapazitäten früh klären

Die Dinge seien noch nicht zu 100 Prozent unter Dach und Fach, so Smith weiter. "Aber wir sehen uns alle möglichen Eventualitäten an. Die 14-tägige Quarantäne ist sicherlich eines der Szenarien, die wir in Betracht ziehen. Wir arbeiten im Moment nur mit unserem Team von Offiziellen zusammen, um zu sehen, wie wir das tun können."

Er bestätigt, dass die Anzahl derer, die letztendlich Teil der Blase sein müssten, überschaubar sei: "Es ist eine ziemlich kleine Zahl, um ehrlich zu sein. Im allerhöchsten Fall wären es etwa 75 Personen, aber es könnten auch nur 25 bis 30 sein."


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"Die Boxengasse der Formel 1, der Fahrerlagerbereich und die Rennleitung - das, was die FIA als 'Profil 1' oder 'High-Density-Bereiche' bezeichnet - die Leute, die in diesen Bereichen arbeiten, müssen in die Kategorie 'Profil 1' fallen. Sie sind diejenigen, für die wir nach alternativen Regelungen suchen müssen", erklärt Smith.

Australien ist es gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus in vielen Bundesstaaten einzudämmen. Melbourne verbrachte den größten Teil der vier Monate ab Anfang Juli aufgrund einer schweren zweiten Welle, bei der die Zahl der Todesopfer in Australien um rund 800 auf derzeit 908 stieg, jedoch in einem strengen Lockdown.

Die internationalen Grenzen des Landes sind seit März dieses Jahres geschlossen, und es ist unwahrscheinlich, dass sie ohne eine Hotelquarantäne - insbesondere für europäische Länder - geöffnet werden, bis ein sicherer Impfstoff zugänglich ist.

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