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McLaren: Fernando Alonso kein Mentor für Stoffel Vandoorne

McLaren-Teamchef Eric Boullier nennt seine Fahrer "egoistische Tiere" und verrät, dass beide keinen fixen Vertrag für 2019, aber eine Option auf Verlängerung haben

(Motorsport-Total.com) - Stoffel Vandoorne wusste, auf was er sich eingelassen hat. Der 26-Jährige wollte unbedingt in die Formel 1. Er bekam die Ehre, für einen Tradition-Rennstall wie McLaren anzutreten. Dort muss er sich aber an keinem Geringeren als den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso messen. Schlagen konnte er ihn in seiner Rookie-Saison 2017 noch nicht. Und auch zu Beginn des aktuellen Rennjahres, scheint der Spanier noch den gewissen Vorteil zu haben.

Stoffel Vandoorne, Fernando Alonso

Laut ihrem Teamchef halten Alonso und Vandoorne eine professionelle Beziehung Zoom

"Der Unterschied ist gering", beteuert McLaren-Teamchef Eric Boullier gegenüber 'Sky Sports F1'. "Da kommt es manchmal auf die Erfahrung an. Im Mittefeld geht es eng zu. Da muss man das letzte Zehntel herausholen und darf sich dabei keine Fehler leisten. Fernando kann dabei von seiner Erfahrung profitieren. Er hat die Gabe, noch das Letzte aus dem Auto herauszuholen und auch die Reifen optimal zu behandeln."

Vandoorne stieß bereits 2014 zum Team und konnte sein Ausnahme-Talent 2015 als GP2-Meister unter Beweis stellen. Als Testfahrer bekam er von McLaren die Möglichkeit, den Weltmeistern Jenson Button und Alonso über die Schulter zu sehen und von ihnen zu lernen. Jetzt hat Vandoorne schon ein Jahr eigene Erfahrung als Stammpiloten - und die Ratschläge des erfahreneren Alonso stoßen an ihre Grenzen.


Fotos: McLaren, Grand Prix von Bahrain


"Ich würde nicht soweit gehen, in als Mentor zu bezeichnen", sagt Boullier. "Sie haben eine gute Beziehung zueinander und arbeiten gut zusammen. Ich glaube aber nicht, dass sie Details austauschen. Rennfahrer sind egoistische Tiere, die ihre Geheimnis lieber für sich behalten. Das heißt aber nicht, dass sie nicht gut miteinander auskommen können."

Boullier weiß als langjähriger Teamchef mit Charakterköpfe umzugehen. "Das gehört zu ihrer Persönlichkeit", winkt er ab. "Und je erfolgreicher sie werden, desto egoistischer können sie sich auch entwickeln. Das hört sich vielleicht negativ an, aber das gehört zu der Natur eines Rennfahrers."

McLaren-Fahrer mit Optionen für 2019

Ob der Franzose auch 2019 nicht mit Alonso und Vandoorne zusammenarbeiten wird, steht noch nicht fest. Denn beide Fahrer haben noch keinen fixen Vertrag für die kommende Saison. Mit dem amtierenden Formel-3-Europameister Lando Norris hat man noch ein Supertalent in der Hinterhand.

"Wir sind in der komfortablen Situation, mehr Fahrer unter Vertrag als wir Cockpits zu vergeben haben", so Boullier, der verrät: "Sie haben alle Optionen in ihren Verträgen. Aber wir sind mit unserer aktuellen Fahrerpaarung auch sehr zufrieden."

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