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Max Verstappen: "Runde des Jahres" endet mit bitterem Crash

Max Verstappen hat die "Runde des Jahres" mit einem Fehler in der letzten Kurve ruiniert: Red Bull will mit dem Getriebe kein Risiko eingehen

(Motorsport-Total.com) - War das der WM-entscheidende Fehler von Max Verstappen? Der Niederländer war auf Kurs zu einer überraschenden Poleposition für das Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien (Formel 1 2021 live im Ticker), als ihm in der 27. und letzten Kurve ein Missgeschick passierte und er mit seinem Red Bull am Kurvenausgang die Mauer touchierte.

Max Verstappen (Red Bull RB16B) verunfallt im Qualifying zum Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien 2021

Max Verstappen hat die sicher scheinende Poleposition weggeworfen Zoom

"Ich bin in die Kurve gefahren und habe meinem Gefühl nach an der gleichen Stelle wie immer gebremst", erklärt Verstappen. "Aber die Räder haben etwas blockiert. Ich habe natürlich noch probiert, die Runde zu Ende zu fahren, habe dabei aber die Mauer berührt und konnte nicht weiterfahren."

"Das ist natürlich extrem enttäuschend", sagt er. Denn: Statt auf der Poleposition zu stehen und die besten Chancen zu haben, seinen WM-Rivalen Lewis Hamilton entscheidend zu distanzieren, startet er den Grand Prix am Sonntag nur von Platz drei. Mit seiner ersten Runde hatte er sich zwar vorrübergehend Rang eins gesichert, wurde aber von Hamilton noch um 0,142 Sekunden verdrängt.

Fast "Runde des Jahres"

Bei dem Versuch, sich die Bestzeit zurückzuholen, schien er noch einmal deutlich zulegen zu können. "Es sah aus wie die Runde des Jahres", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Laut dem Team soll Verstappen bei der Einfahrt in die letzte Kurve vier Zehntelsekunden Vorsprung vor seiner eigenen Zeit zuvor gehabt haben - laut Helmut Marko "eine Ewigkeit auf dieser Strecke".

Das hätte auf jeden Fall für die Pole gereicht, wenn Verstappen das über die Linie gebracht hätte. "Im Nachhinein hätte man sagen können: 'Okay, Max, du bist schon so weit vorne, take it easy', aber das ist nicht Max, das sind nicht wir", so der Motorsportkonsulent bei 'ServusTV' weiter.

Verstappen selbst will sich noch einmal anschauen, ob er in der Schlusskurve zu spät gebremst und damit den Verbremser ausgelöst hat. "Mein Gefühl sagt nein", meint er und hadert: "Bis dahin war es eine richtig gute Runde. Es hat richtig Spaß gemacht. Sie dann nicht zu beenden, ist extrem enttäuschend - vor allem jetzt in dem Kampf."

Verstappen drohen fünf Plätze Strafe

Neben der verpassten Poleposition könnte es allerdings für den Niederländer noch dicker kommen. Im schlimmsten Fall könnte sein Getriebe durch den Anschlag einen Schaden davongetragen haben. Müsste Red Bull das Getriebe wechseln, dann würde Verstappen fünf Startplätze Strafe bekommen und nur auf Position acht beginnen.

"Das müssen wir in Ruhe zerlegen und anschauen", sagt Marko und verweist auf den Unfall von Charles Leclerc in Monaco. Der Ferrari-Pilot war ebenfalls verunfallt und konnte das Rennen trotz Poleposition nicht angehen, weil Ferrari das Getriebe nicht tauschte und erst kurz vor dem Rennen merkte, dass es beschädigt ist.


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Dieses Risiko möchte Red Bull in Saudi-Arabien nicht nehmen: "Wir sind so schnell, dass wir kein Risiko eingehen. Wenn das Getriebe Beschädigungen hat oder Ansätze, dann werden wir es wechseln", kündigt er an.

Zumindest hat die "mächtige" Runde Red Bull Hoffnung gemacht, dass es im Rennen besser laufen könnte als in Katar. Dort hatte man keine Chance gegen Mercedes, doch in Dschidda wäre die Pace für die Poleposition da gewesen. "Unser Auto scheint hier etwas besser zu funktionieren", sagt Verstappen. "Ich hoffe, dass wir morgen folgen können, und wenn das der Fall ist, haben wir eine gute Chance."

"Natürlich würde ich gerne als Erster starten. Von Startplatz drei ist es etwas schwieriger, aber definitiv nicht unmöglich."

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