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  • 03.09.2012 · 17:32

  • von Felix Matthey & Dieter Rencken

Massa hofft in Monza auf Spektakel für die Tifosi

Felipe Massa freut sich auf Ferraris Heimrennen in Monza und möchte an sein gutes Spa-Ergebnis anknüpfen - "Es fällt nie leicht, die optimale Leistung zu bringen"

(Motorsport-Total.com) - In diesen Tagen jagt ein Highlight im Formel-1-Kalender das nächste: Nachdem die Formel-1-Piloten am vergangenen Wochenende auf dem Ardennenkurs von Spa-Francorchamps ein ereignisreiches Rennen erlebten, geht es nun auf eine Strecke, die nicht minder traditionsreich und spektakulär ist: Auf das Autodromo Nazionale di Monza.

Felipe Massa

Felipe Massa freut sich auf das Ferrari-Heimrennen in Monza Zoom

Der Kurs ist mit seinen sehr langen Geraden, die lediglich durch schnelle Kurven und Schikanen unterbrochen sind, der schnellste im Formel-1-Kalender. Die Rennboliden erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h. Doch nicht nur aufgrund dieses Superlativs ist die Strecke außergewöhnlich.

Das Rennen ist auch der Heim-Grand-Prix des Ferrari-Teams und hat eine lange Tradition: Die Strecke wurde im Jahr 1922 eröffnet und ist seit dem Gründungsjahr 1950 Teil des Formel-1-Rennkalenders. Jedes Jahr strömen zahlreiche Fans an den malerisch in einem Park gelegenen Kurs, darunter die meisten in rot gekleidet, denn Monza ist Ferrari-Land.

"Wenn du im Ferrari sitzt, bewegst du das berühmteste Auto der Welt", sagt Ferrari-Pilot Felipe Massa vor dem Heimrennen seines Teams. "Damit in Monza zu fahren ist nicht nur für einen Italiener etwas Besonderes. Ich hoffe, dass wir den Tifosi ein gutes Rennen zeigen können."

"Wenn du im Ferrari sitzt, bewegst du das berühmteste Auto der Welt." Felipe Massa

Aufgrund der langen Geraden möchte man annehmen, dass auf dem High-Speed-Kurs von Monza zahlreiche Überholmanöver stattfinden. In der Vergangenheit war jedoch oftmals das Gegenteil der Fall: Viele Rennen waren taktisch geprägt und wurden auch auf diese Weise entschieden.

"Du brauchst in Monza sowohl einen guten Topspeed als auch ein gutmütiges Auto auf der Bremse und zudem eine gute Traktion", stellt Massa klar, dass neben purem Speed auch noch andere Aspekte eine Rolle spielen. "Für uns bei Ferrari ist Monza immer ein sehr wichtiges Rennen, es fällt aber nie leicht, die optimale Performance abzurufen."

Dies wäre aber speziell für die Ferrari-Fahrer dringend von Nöten: WM-Leader Fernando Alonso hatte am Sonntag in Spa aufgrund seines Ausfalls in der ersten Kurve eine Nullnummer zu verbuchen und verlor in der Fahrerwertung deutlich an Boden: Sein Vorsprung halbierte sich praktisch auf 24 Punkte.


Fotos: Felipe Massa, Großer Preis von Belgien, Sonntag


Für Massa gilt, seine positive Leistung aus Belgien - der Brasilianer wurde Fünfter nachdem er lange Zeit die Zeiten der Spitze mitgehen konnte - und muss sich mit weiteren Resultaten dieser Art für einen Verbleib bei Ferrari empfehlen. Seine Bilanz in Monza ist nicht sonderlich gut: Der 31-Jährige fuhr bei acht Starts nur drei Mal in die Punkte, sein bestes Ergebnis ist ein dritter Platz im Jahre 2010. Mit solch einem Ergebnis wäre Massa dieses Jahr bestimmt mehr als zufrieden.