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Marussia verpasst erste Testfahrten

Rückschlag für das Team von Timo Glock: Marussia muss die ersten Tests auslassen und wird das neue Auto erst bei den dritten Testfahrten einsetzen

(Motorsport-Total.com) - Erst in der vergangenen Woche hatte Marussia sein Testprogramm präsentiert. Bei den ersten Testfahrten vom 7. bis 10. Februar in Jerez wollte das Team von Timo Glock noch mit dem Vorjahresmodell ausrücken, vor allem um Neuzugang Charles Pic zusätzliche Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Bei den zweiten Tests 14 Tage später in Barcelona sollte dann das neue Auto debütieren. Doch diese Planung ist nun Makulatur.

Der neue Marussia wird erst Anfang März debütieren

Wegen Verzögerungen bei der Fertigstellung des 2012er-Autos, sagt Marussia den Tests in Jerez ab: "Wir haben entschieden, dass wir am ersten Test vom 7. bis 10. Februar nicht teilnehmen werden", bestätigt Teamchef John Booth gegenüber 'Autosport.' "Wir wollten an diesem Test mit dem Auto aus dem letzten Jahr teilnehmen, vor allem um Charles im Rahmen der Vorbereitung auf seine Debüt-Saison einige wertvolle Fahrzeit zu ermöglichen. Zwei Wochen später in Barcelona wollten wir dann erstmals mit unserem neuen Auto, den MR01 fahren."

Die Arbeit am neuen Auto erweist sich jedoch offensichtlich als schwieriger als erwartet. "Wie unsere technischer Berater Pat Symonds schon erklärt hat, wird der MR01 ein fast vollständig neues Auto sein, welches nur sehr wenig vom Vorgänger übernimmt. Das neue Auto verfügt auch über einige interessante und komplexe mechanische Komponenten, und wird brauchen noch etwas Zeit, bis wird diese im Griff haben", muss Booth eingestehen.

"Unglücklicherweise hat sich unser Programm verzögert." John Booth

Daher hat Marussia, wie das Team seit diesem Jahr heißt, nun die Notbremse gezogen und will das neue Auto nicht überstürzt einsetzen. "Unglücklicherweise hat sich unser Programm verzögert, und es erscheint wenig sinnvoll das neue Auto einzusetzen, bevor wir den Einsatzplan daran angepasst haben. Aus diesem Grund haben wir entschieden, den Auftakt unseres Testprogramms beim zweiten Test in Barcelona mit dem MVR-02 zu bestreiten. Wir planen dann, den MR01 beim dritten Test in Barcelona am 1. März einzusetzen", erklärt Booth.

"Das ist nicht ideal und entspricht nicht dem Zeitplan, nachdem wir arbeiten wollen", muss der Teamchef zugeben. In der Tat setzt sich der britisch-russische Rennstall damit gewaltig unter Druck. Sollten beim letzten Test in Barcelona unvorhergesehene Probleme mit dem Fahrzeug auftreten, müsste das Team mit einem kaum getesteten Auto zum Saisonauftakt nach Melbourne reisen. Eine solide Saisonvorbereitung sieht anders aus.

Doch Teamchef Booth ist davon überzeugt, dass der nun gewählte Weg der richtige und letztlich effektiver als ein verfrühter Einsatz des MR01 ist: "So werden wird im Vorfeld des Rennens in Australien hoffentlich mehr konstruktive Zeit auf der Strecke gewinnen, als wenn wir das Auto übereilt schon beim zweiten Test gefahren wären."

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