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Marko: "Wir müssen uns bei Vettel entschuldigen"

Mit seinem frühen Boxenstopp gewann Sebastian Vettel in Monza gegen McLaren, verlor aber gegen seinen Red-Bull-Teamkollegen Daniel Ricciardo

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix von Italien war für Sebastian Vettel fast geschafft, da kam sein Teamkollege Daniel Ricciardo in der 47. von 53 Runden plötzlich im Rückspiegel näher. In Runde 48 kam der Angriff und Vettel hatte nichts dagegenzuhalten. Der Grund für den Leistungsunterschied in der Endphase des Rennens in Monza waren die unterschiedlichen Strategien der Red-Bull-Piloten, die einmal mehr zu Ungunsten des noch amtierenden Weltmeisters ausfielen.

"Nicht ganz ideal", so beschreibt Vettel sein Rennen in Monza gegenüber "Sky". "Ich denke, es wäre noch mehr drin gewesen, aber wir waren im Nachhinein vielleicht ein bisschen zu aggressiv mit der Strategie."

Vettel war von Startplatz acht aus ins Rennen gegangen und schon am Ende der ersten Runde auf Rang fünf vorgefahren. "Ich hatte eigentlich einen normalen Start, durchschnittlich, und kam dann aber gut durchs Feld", beschreibt er die Anfangsphase des Rennens. "Auf dem Weg zur ersten Kurve habe ich ein Loch gefunden und dann kam ich auch in den ersten beiden Ecken gut durch."

Zu früh an der Box

Die an der Spitze fahrenden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg sowie der Williams von Felipe Massa waren schon zu weit weg. Doch mit einem Strategiecoup wollte sich Red Bull den McLaren von Kevin Magnussen schnappen. Vettel kam in Runde 19 als erster an die Box.

"Ich denke, wir wollten zu dem Zeitpunkt einfach an den McLaren vorbeikommen und das ist uns auch gelungen", so der viermalige Weltmeister. "Es hat zunächst gut ausgesehen. Dann sind wir aber hinten raus ein bisschen zu sehr eingebrochen. Wir waren ziemlich früh an der Box und am Ende war es einfach sehr rutschig. Die Hinterräder haben sich verabschiedet."


Fotos: Red Bull, Großer Preis von Italien, Sonntag


Zwar konnte sich Vettel vor der Gruppe um die McLaren-Piloten und Sergio Perez halten, von hinten nahte jedoch Ricciardo, der im Gegensatz zu Vettel sehr spät, erst in der 26. Runde, seine Reifen gewechselt hatte. "Als er am McLaren von Kevin vorbei war, kam er so schnell ran, da gab es keine Chance dagegenzuhalten", beschreibt Vettel, der seinen Teamkollege in Runde 48 passieren lassen musste.

Der Fehler lag beim Team

"Weil wir von der Strategie her einen Fehler gemacht haben und Sebastian viel zu früh zum Reifenwechsel hereingeholt haben, hatte er zum Schluss überhaupt keine Reifen mehr", gibt auch Red-Bull-Berater Helmut Marko gegenüber 'Motorsport-Total.com' zu.

Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo behält im Red-Bull-Teamduell das breitere Grinsen Zoom

Es war nicht das erste Mal, dass dem Team ein Strategiefehler mit Vettel passierte. In Kanada hat ihn das falsche Timing vielleicht sogar den Sieg gekostet. "Wir haben einen groben Fehler mit der Strategie gemacht und müssen und werden uns dafür bei ihm entschuldigen", räumt Marko ein.

Red Bull beendete den Grand Prix von Italien schließlich auf den Plätzen fünf und sechs auf einer Strecke, auf der sie gegen die starken Mercedes-Teams kaum eine Chance hatten. "Mit den Resultaten aus Spa und Monza sind wir mehr als zufrieden", meint Marko daher. "Es war das Optimum, das wir erzielen konnten. Man hat ja gesehen, wenn Regen kommt, dann schaut es gleich ganz anders aus. Ich hoffe, dass wir jetzt wieder näher an Mercedes dran sind. Aber für die WM gibt es nur eine Chance, wenn ein deutliches Upgrade von der Renault-Seite kommt."

Es kann nur besser werden

"Wir geben auf jeden Fall Gas", bleibt Vettel auch gegenüber 'RTL' zuversichtlich. "Es ist nicht so, als würde ich um die Wette fahren, dass ich möglichst weit hinten ankommen. Ich versuche, nach wie vor alles zu geben, was ich habe."

"Ich liebe, was ich tue, aber ich bin hier, um zu gewinnen", betont der noch amtierende Weltmeister gegenüber der 'BBC'. "Da kann man nicht glücklich darüber sein, wenn man als Vierter, Fünfter oder Sechster ins Ziel kommt. Das Ziel ist es, wieder an die Spitze zu kommen. Im Moment ist die Lücke recht groß, aber wir müssen einfach hart arbeiten, um diese zu schließen. Auf meiner Seite hatten wir ein paar mehr Schwierigkeiten, aber ich denke, die können uns nur stärker machen, wenn wir aus ihnen lernen."

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