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  • 12.10.2014 · 13:46

  • von Dominik Sharaf

Marko lobt Vettel: Zum Abschied kein Laissez-faire

Obwohl bei Red Bull derzeit Müßiggang angesagt ist, sei von Motivationsproblemen beim Weltmeister nichts zu spüren - Vorschusslorbeeren für Kwjat

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel könnte bei seinen letzten Rennen für Red Bull eine ruhige Kugel schieben: Der WM-Titel ist längst abgeschrieben, als viermaliger Weltmeister muss er sich nicht für einen neuen Job empfehlen und der RB10 ist in der Endphase der Saison nicht mehr auf der Höhe der Mercedes-Konkurrenz. Dennoch gibt der Heppenheimer laut seinem Chef und Förderer weiter Vollgas: Helmut Marko ist trotz der bevorstehenden Trennung angetan von der Mentalität des 27-Jährigen.

Sebastian Vettel, Helmut Marko

Helmut Marko muss Sebastian Vettel nicht den Marsch blasen Zoom

Der Red-Bull-Motorsportberater sagt 'Sky' mit Blick auf zwei Podiumsbesuche in den vergangenen drei Wochen: "Ich glaube, er hat mit seinen Rennen in Suzuka und Singapur bewiesen, dass er noch voll motiviert ist." Der Grazer erkennt den Grund, warum Vettel bei der Grand-Prix-Premiere in Sotschi hinter den Erwartungen zurückbleibt, nicht in der Einstellung. "An diesem Wochenende sind wir mit dem Setup nicht klargekommen", so Marko weiter.

Dabei hält er es durchaus für möglich, dass mancher Pilot angefangen hätte, spazieren zu fahren: "Wenn man weiß, dass man eigentlich kein Auto hat, um aufs Podest zu kommen, dann lässt bei vielen die Motivation nach", weiß Marko. Zu dieser Sorte zählt er nicht Vettel-Nachfolger Daniil Kwjat, der sich unter der Red-Bull-Eminenz durch das hausinterne Nachwuchsprogramm gearbeitet hat. "Es ist ein ganz, ganz toller und aggressiver Fahrer, mit dem wir nächstes Jahr viel Freude haben werden", hagelt es ein dickes Lob für den jungen Russen.

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