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Manor-Marussia spricht Roberto Merhi Vertrauen aus

Nach seinem Grand-Prix-Debüt in Malaysia muss sich Roberto Merhi laut Graeme Lowdon wenig Sorgen um eine Zukunft bei Manor-Marussia machen

(Motorsport-Total.com) - Als Roberto Merhi kurz vor Beginn der noch jungen Formel-1-Saison 2015 die Zusage erhielt, für das revitalisierte Marussia-Team zu fahren, war ihm klar, dass es sich nur um einen kurzfristigen Deal für ein Stammcockpit handelt. "Ich brauche einen Sponsor, um weiterzumachen, aber leider ist es in Spanien nicht so einfach, Unterstützung aufzutreiben. Diese Situation kann ich hoffentlich ändern", sagte der Spanier kurz vor dem Saisonauftakt in Melbourne. Zu diesem Zeitpunkt galt der Deal mit Manor-Marussia nur für das Autralien-Wochenende.

Roberto Merhi

Roberto Merhi: Wenn es die Lage zulässt, wohl auch künftig in Marussia-Farben Zoom

Inzwischen liegt auch das Malaysia-Wochenende hinter allen Beteiligten. Dort hat Merhi nicht nur eine zweite Chance bei Manor-Marussia erhalten, nachdem sich an den Boliden des Teams in Melbourne kein Rad gedreht hatte. Der Spanier hat seine zweite Chance auch genutzt, brachte das modifizierte Vorjahresauto auf Platz 15 ins Ziel.

Noch hält man sich bei Manor-Marussia bedeckt, ob Merhi auch an den bevorstehenden Rennwochenenden, beginnend mit dem Grand Prix von China am kommenden Wochenende, zum Zug kommen wird. Sportdirektor Graeme Lowdon aber macht dem 24-jährigen Spanier Mut. "Roberto hat in Malaysia blitzsaubere Arbeit abgeliefert", lobt Lowdon gegenüber 'Autosport' seinen Schützling, mit dem er bereits vor sechs Jahren in der Formel-3-Euroserie erfolgreich zusammenarbeitete.


Fotos: Roberto Merhi, Großer Preis von Malaysia


"Wir setzten 2009 in der europäischen Formel 3 auf Roberto und waren von ihm wirklich beeindruckt, denn er leistete gute Arbeit", sagt Lowdon und betont, den Südeuropäer seither nicht aus den Augen verloren zu haben, wenngleich dieser in den Jahren 2010 bis 2013 für andere Teams in der Formel-3-Euroserie beziehungsweise in der DTM fuhr. Im vergangenen Jahr absolvierte Merhi drei Formel-1-Freitagseinsätze für Caterham. Nachdem dieser Rennstall zusperren musste, dockte er vor wenigen Wochen bei der Formel-1-Abteilung seines ehemaligen Formel-3-Arbeitgebers an.

Die Frage, ob Merhi bei Manor-Marussia mit weiteren Einsätzen rechnen darf, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie es mit dem Team generell weitergeht. Die Teilnahme an der kompletten Saison ist angesichts des turbulenten Winters alles andere als gesichert. So legt sich Lowdon lediglich auf eines fest: "Es gibt keine harten Fakten oder Regeln, außer sich darauf zu konzentrieren, was das Richtige für das Team ist. Momentan ist unsere aktuelle Besetzung die richtige für das Team."

Für den Fall, dass sich Merhis Hoffnungen auf einen Verbleib in der Formel 1 in Luft auflösen, hat er in Form der Formel Renault 3.5 (Renault-World-Series) eine Notlösung in der Hinterhand. Dort wurde er im vergangenen Jahr für Zeta Corse Gesamtdritter. Für die Saison 2015 hat er einen Vertrag bei Pons unterschrieben.

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