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  • 22.09.2011 · 16:22

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Mallya hat keine Zweifel am Indien-Grand-Prix

Force-India-Teamchef Vijay Mallya ist voller Vorfreude auf seinen ersten Heim-Grand-Prix - Zweifel am Baufortschritt unberechtigt: "Könnten morgen fahren"

(Motorsport-Total.com) - Am 30. Oktober wird die Formel-1-Geschichte um ein Kapitel reicher. Dann soll der erste Grand Prix von Indien absolviert werden. Auf dem Weg dorthin gab es zuletzt immer wieder Zweifel an dem Projekt, zusätzlich tauchten steuerrechtliche Probleme und Sorgen um Visa auf. All diese Vorbehalte seien unberechtigt, meint Force-India-Teamchef Vijay Mallya. Der Bericht des FIA-Delegierten Charlie Whiting spreche eine ganz andere Sprache.

Vijay Mallya (Teameigentümer)

Keine Zweifel: Vijay Mallya blickt seinem ersten Heimrennen gelassen entgegen

"Ich habe überhaupt keine Zweifel", meint der Inder bei 'crash.net' auf die Frage, ob das Rennen wie geplant sattfinden könne. "Charlie Whitings Bericht über die Streckeninspektion war sehr schmeichelhaft. Ich war richtig stolz, als ich diesen Report gelesen habe. Er meinte, dass alles auf höchstem Niveau erledigt werde, außerdem sehe er keinen Grund, warum das Rennen nicht zum geplanten Termin stattfinden könnte. Die Promoter sagen, wir könnten morgen dort fahren."

Am gestrigen Mittwoch hatte die spanische Sportzeitung 'Marca' angeblich aktuelle Fotos von der Baustelle in Noida veröffentlicht. Was diese Bilder zeigen, legt den Schluss nahe, dass man noch sehr weit von einer Fertigstellung der Anlage entfernt ist. Der Force-India-Teamboss muss natürlich viel Optimismus versprühen. Sein Heimatland soll sich möglichst gut darstellen und die Formel 1 mit offenen Armen empfangen. "Ein interessantes und wichtiges Rennen für uns", bestätigt Force-India-Pilot Adrian Sutil.

"Für mich ist es etwas ganz Besonderes, weil ich für ein indisches Team fahre. Es wird ein großes Wochenende - sehr hektisch, sehr gestresst, aber hoffentlich macht es auch Spaß." Der Deutsche besucht Indien zwei- bis dreimal pro Jahr. "Es ist schön. Ganz anders, arm, aber die Menschen sind sehr glücklich und es ist eine nette Kultur. Weil es so anders ist, freue ich mich schon sehr darauf", sagt Sutil. Von angeblichen Visa-Problemen will er nichts wissen. "Ich habe mein Visum schon, damit ist alles okay."