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Maldonado trotzt der Krise: "Warum nicht wieder siegen?"

Während Bottas mit dem Williams-Start im Gegensatz zu seinem persönlichen Einstand kritisch umgeht, überrascht der Venezolaner mit großen Worten

(Motorsport-Total.com) - Für Williams ist die Saison 2013 bisher ein gelebter Alptraum. Die Mannschaft aus Grove scheint einen Rückfall in Zeiten zu erleben, als sie sich am Feldende mit Mühe und Not gegen die neuen Teams behauptete. "Es war nicht der Start, den wir uns vorgestellt hatten", räumt Pilot Valtteri Bottas zaghaft ein und ist sich mit Teamkollege Pastor Maldonado einig. Der sagt im Vorfeld des Spanien-Grand-Prix am Wochenende: "Wir müssen sogar mehr als andere Teams arbeiten, um die Lücke zu schließen."

Valtteri Bottas

Bei Williams soll sich in Barcelona eine Gezeitenwende einstellen Zoom

Doch der Venezolaner sieht Hopfen und Malz nicht verloren. Damit meint er nicht WM-Punkte, damit meint er ganz große Erfolge. "Wenn wir im vergangenen Jahr gewonnen haben, warum nicht auch dieses Jahr wieder?", fragt Maldonado in die Journalistenrunde in der Williams-Hospitality und erinnert an die vergangene Saison, als er an Ort und Stelle eine achtjährige Durstrecke der Traditionstruppe mit seinem Rennsieg beendete. Da wundert sich der Laie und auch der Fachmann staunt nicht schlecht angesichts so viel Zuversicht.

Für Maldonado ist Ferraris Saison 2012 - die ebenfalls erst mit einem sprunghaften Formanstieg beim fünften Rennen so richtig Fahrt aufnahm - der Präzedenzfall ."Wir haben alle Mittel, wieder zu siegen und konstant in den Top 10. Das Team ist sehr stark, auch wenn wir nicht das Auto haben, um wie Red Bull überall ganz vorne dabei zu sein", erklärt der 28-Jährige, der Sätze formuliert, die klingen wie Durchhalteparolen: "So weit sind wir aber nicht entfernt, wir müssen nur endlich alles zusammenbringen."

Verschlimmbesserungen ausradiert?

Maldonado will schon bisher ein im Rennen starken Williams erlebt haben. Schwächen räumt er nur dann ein, wenn es um das Qualifying geht. "Es sind einige Schritte in der Entwicklung des Autos, die sich nach dem Winter als Sackgasse herausgestellt haben", schildert Bottas die Probleme und kokettiert damit, die Lösungen bereits im Handgepäck verstaut zu haben: "Wir verstehen es jetzt besser. Wir hatten einen guten Aerotest und wähnen uns auf dem richtigen Weg." Auf den Ergebnissen dieser Erkundung ruhen Williams Hoffnungen.


Fotos: Williams, Großer Preis von Spanien, Pre-Events


Das neue Aeropaket soll allen voran bewirken, dass das Arbeitsfenster des Wagens endlich größer wird. Bisher soll der FW35 nur unter sehr speziellen Bedingungen konkurrenzfähig gewesen sein, diese gab es aber offenbar noch nicht im Saisonverlauf 2013. Der Optimismus gründet sich auch auf der Feststellung, dass sich die massiven Probleme erst einschlichen, als die Ingenieure vor dem Abschlusstest in Barcelona eben dort die Stellschrauben ansetzten und offenbar etwas massiv verschlimmbesserten.

Bottas bietet Teamkollegen Paroli

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas konnte den Teamkollegen samstag zweimal in die Schranken weisen Zoom

Maldonado - kurz zuvor noch an eine magische Verwandlung in einen Siegerboliden glaubend - präsentiert sich plötzlich wieder ganz bodenständig. "Wir erwarten kein Wunder. Es sind kleine Probleme, die uns daran hindern, weiter vorne zu sein. Wir haben einige Schritte gemacht, aber wir benötigen weitere." Und auch er könnte eine Steigerung gut verkraften, schließlich steht es im Qualifying-Duell mit Neuling Bottas nur 2:2 - für den ehemaligen GP2-Champion eine kleine Ohrfeige.

Bottas kann sich so über die Enttäuschungen, die das Jahr bringt, hinwegtrösten: "Für mich persönlich war es kein übler Auftakt", resümiert der Finne, für den ein elfter Rang als persönliche Bestleistung zu Buche steht. "Es ist meine Debütsaison und es gibt vieles zu lernen. Bisher lief es ziemlich reibungslos. Natürlich gibt es immer etwas, worin man sich steigern kann. Ich bin fest entschlossen, in den kommenden Grands Prix und während der gesamten Saison Verbesserungen vorzunehmen." Da will Maldonado längst wieder gewonnen haben.

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