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Magnussen: Gut genug für eine Zukunft bei McLaren?

Kevin Magnussen reflektiert über seine bisherige, erste Saison in der Formel 1 und darüber, wie er sich für eine mögliche Zukunft bei McLaren positioniert hat

(Motorsport-Total.com) - 16 Jahre nach dem ein gewisser Jan Magnussen seinen letzten Auftritt in einem Formel-1-Rennen absolvierte, ging am 16. März 2014 in Australien ein 21-jähriger Rookie für McLaren an den Start, der dem Namen in der Königsklasse einen zweiten Frühling verschaffte. Kevin Magnussen galt als Sohn eines ehemaligen Fahrers besondere Aufmerksamkeit und bei seinem ersten Grand Prix konnte er alle Erwartungen übertreffen. Es folgte jedoch auch eine bisher durchwachsene Saison und es droht eine ungewisse Zukunft. Kann sich der Rookie bei McLaren halten?

Kevin Magnussen

Kevin Magnussen würde seinen Namen gerne länger bei McLaren sehen Zoom

Mit 21 Jahren kam Magnussen aus den ruhigen Gefilden der Formel Renault 3.5 direkt in die hektische Glamour-Welt der Formel 1. Eine große Veränderung für den Rookie, doch der coole Däne wusste damit umzugehen: "Die Leute kommen auf einmal auf dich zu und wollen ein Foto mit dir. Das ist ein bisschen komisch. Es ist aber auch ganz nett. Es ist cool so viel Unterstützung zu bekommen und das die Leute richtige Fans von mir werden", erzählt gegenüber 'Sky Sports F1'.

Und mit seinem dritten Platz in Melbourne, der durch Daniel Ricciardos Disqualifikation sogar zu Rang 2 wurde, konnte er auch gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen setzen. "Das Ergebnis von Australien werde ich nie vergessen", so Magnussen. "Selbst wenn ich zehnmal oder niemals Weltmeister werden sollte, ich werde mir immer dieses erste Rennen behalten, das so besonders für mich war. Diese Erfahrung meines ersten Rennens, mit einem Team für das ich immer fahren wollte und dann aufs Podium zu kommen, war einfach überwältigend."

Schwierige Phase - Schwierige Zukunft

Wie sich herausstellen sollte, hielt die gute McLaren-Pace im Laufe der Saison jedoch nicht an und ein ähnliches Ergebnis geriet für Magnussen außer Reichweite. Nach 15 Rennen steht man in der Gesamtwertung mit 121 Punkten nur auf Platz sechs unter den Konstrukteuren. Mit 39 Zählern ist Magnussen Gesamtzwölfter und liegt 43 hinter seinem erfahrenen Teamkollegen Jenson Button, obwohl er ihn schon neunmal im Qualifying schlagen konnte.

"Vieles hatte mich Pech zu tun, vieles aber auch mit eigenen Fehlern. Und in der Formel 1 darf man sich keine Fehler erlauben", schätzt Magnussen die Situation ehrlich ein. Neben einigen technischen Problemen fiel er nämlich unter anderem auch mit zwei Zeitstrafen wegen zu harten Vorgehens in seinen Zweikämpfen auf - Rookiefehler, aus denen er lernen muss.


Fotostrecke: Wie der Vater, so der Sohn

Es waren aber auch Fehler, die dem Team Punkte gekostet haben und das könnte dem mittlerweile 22-Jährigen bei seiner Zukunftsplanen zum Verhängnis werden. Fakt ist: McLaren würde sich im Zuge der Partnerschaft mit Honda ab der kommenden Saison gerne einen großen Fahrernamen an Bord holen und Fernando Alonso gilt als beinahe sicher. Die Sitze von Magnussen und Button wackeln daher gewaltig.

Magnussen würde sich ein weitergehendes Engagement im Team wünschen. Vor allem, weil er gern Teil des spannenden Neuanfangs mit Honda sein würde. "Es wird eine Eingewöhnungsphase geben", schätzt er das kommende Jahr ein. "Es kann nicht von Anfang an alles glatt gehen. Darauf sind wir aber vorbereitet. Es ist sehr aufregend und ich mache mir keine großen Sorgen. Aber dafür muss ich in der kommenden Saison auch erst mal noch da sein."