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Lotus-Probleme 2014: Lag's doch am Personal?

Lotus-Chefingenieur Alan Permane räumt den Personalschwund im vergangenen Winter als Grund für die schwierige Saison 2014 ein

(Motorsport-Total.com) - Als viertbestes Team beendete Lotus die Saison 2013 mit 315 Punkten. Mit lediglich zehn WM-Zählern schlossen sie 2014 nur auf Platz acht unter den Konstrukteuren ab. Gründe für den immensen Leistungsabfall des Teams aus Enstone gibt es dabei viele. Chefingenieur Alan Permane verrät nun, dass es auch am Personal lag.

Alan Permane

Chefingenieur Alan Permane weiß um die Schwierigkeiten bei Lotus Zoom

Die Umstellung auf die neue Turbo-Ära in der Formel 1 war nicht die einzige Schwierigkeit, mit der man im vergangenen Jahr zu kämpfen hatte. Zwar hatte Lotus mit der Renault-Antriebseinheit nachweislich sein Päckchen zu tragen, doch die Motoren-Abteilung war nicht einzige, wo es schon vor der Saison zu kriseln anfing. Das Team machte bereits zum Ende der Ende der Saison 2013 Schlagzeilen mit finanziellen Schwierigkeiten, Zahlungsrückständen und unzufriedenen Mitarbeitern gemacht.

Was folgte, war ein Personalschwund, der nicht nur Star-Pilot Kimi Räikkönen, sondern auch den Technischen Direktor James Allison, den Aerodynamischen Leiter Dirk de Beer (beide zu Ferrari) und viele mehr umfasste. "Wir hatten letzten Winter eine schwierige Zeit und haben eine Menge Leute verloren", räumt Permane gegenüber 'Autosport' ein. "Die Aerodynamik-Abteilung wurde extrem umstrukturiert. Bei allem Respekt gegenüber Nick (Chester, neuer Technischer Direktor; Anm. d. Red.), James war ein absoluter Teamleader. Ihn zu verlieren war dabei ein großer Einschnitt."

"Wir haben mit Dirk auch unseren aerodynamischen Leiter verloren und den Leiter des CFD. Das sind alles gute Leute", so der Chefingenieur weiter. "Es gibt zwar niemanden, der nicht ersetzt werden kann, aber es braucht seine Zeit, bis der Ersatz greift. Das vorherige Aerodynamik-Team hat fünf oder sechs Jahre zusammen gearbeitet und ein paar richtig gute Sachen zustande gebracht. Das plötzlich zu stoppen hat die Situation nicht einfacher gemacht."

Schon in der kommenden Saison soll jedoch alles besser werden, und das nicht nur wegen des Umstiegs auf den starken Mercedes-Antrieb. Aus Fehlern lernen, lautet die Devise bei Lotus für 2015: "Es gibt drei oder vier Dinge, die ein Auto schnell machen - eine davon ist die Aerodynamik. Und die war nicht stark genug. Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass wir wissen, wo sie nicht stark genug war und das war nichts, was wir an diesem Auto noch ändern konnten. Wir haben das aber für das nächste Auto behoben und können im Windkanal schon wesentliche Fortschritte beobachten. Wir sind daher zuversichtlich."

Die Zeiten des Hinterherfahrens, des Ausscheidens in Q1 und der zahlreichen technischen Ausfälle soll dann für die bestehen bleibende Fahrerpaarung Romain Grosjean und Pastor Maldonado vorbei sein. "Wir gehen nicht davon aus, dass wir Mercedes und Red Bull schlagen werden - diese Teams beschäftigen fast doppelt so viele Leute wie wir", weiß Permane. "Aber wir sind zuversichtlich, dass wir es wieder regelmäßig in Q3 schaffen und um Podien kämpfen können."

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