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  • 16.04.2011 · 10:07

  • von Fabian Hust

Lotus bremsen die kühleren Bedingungen aus

Auch wenn man locker vor der direkten Konkurrenz steht, war das Lotus-Team aufgrund der kühleren Bedingungen deutlich langsamer als am Freitag

(Motorsport-Total.com) - Für das Lotus-Team war die Qualifikation zum Großen Preis von China in Schanghai eine klare Angelegenheit. Die Konkurrenz von Marussia-Virgin und HRT konnte man locker hinter sich halten. Heikki Kovalainen realisierte eine Bestzeit von 1:37.894 Minuten, Teamkollege Jarno Trulli war um 0,424 Sekunden langsamer als der Finne.

Heikki Kovalainen

Kovalainen nahm seinem Teamkollegen über vier Zehntelsekunden ab

"Ich bin aus meiner Perspektive darüber sehr glücklich", so Kovalainen. "Ich wartete bis zur allerletzten Minute und entschied mich dazu, einen Versuch mit nur einer Runde zu fahren. Dadurch setzte ich mich selbst etwas unter Druck. Aber mir gelang eine gute Runde und ich fuhr unter 1:38."

"Nach dem 3. Freien Training wussten wir schon, dass wir wohl eine etwas schwierige Qualifying-Einheit haben würde, da die Asphalttemperaturen deutlich niedriger waren als gestern. Das hat das Auto definitiv beeinflusst."

"Wir gehen mit den Reifen sehr schonend um, und wenn die Temperaturen zurückgehen, dann müssen wir härter arbeiten, um sie auf die optimale Temperatur zu bekommen. Das bedeutet, dass wir nicht alles aus ihnen herausholen. Unter den Bedingungen im Rennen sind wir definitiv stärker, und man kann sehen, dass wir stetig das schaffen, was wir erreichen wollen, nämlich dem Mittelfeld näher zu kommen."

"Ich bin über meine Fahrt wirklich glücklich", so Trulli. "Denn ich habe heute dort draußen hart Druck gemacht und sagte über Funk, dass ich denke, dass ich heute so viele wie möglich aus dem Auto herausgeholt habe."

"Ich arbeite immer noch daran, die richtige Balance zu finden, aber Schritt für Schritt machen wir Fortschritte. Ich denke aus diesem Grund, dass wir im gesamten Team gute Arbeit leisten. Nach einem guten Wochenende in Bezug auf die Zuverlässigkeit sollten wir morgen ein gutes Rennen haben."

"Was den Motor betrifft, haben wir einen weiteren Schritt nach vorn gemacht", so Renault-Ingenieur Thierry Salvi zufrieden. "Die Verbesserungen, die seit dem Beginn des Jahres rund um das Auto vorgenommen wurden, beginnen sich auszuzahlen. Wir stehen nun kurz davor, die optimale Strategie für die Motoren zu haben."

"Aber nichtsdestotrotz haben wir noch jede Menge Arbeit zu erledigen, um das wahre Potenzial des Autos abrufen zu können. Wir sind aus diesem Grund ziemlich glücklich darüber, wo wir im Moment stehen, und über die Richtung, in die wir arbeiten."

"Dies war ein reibungsloser Tag", so Mike Gascoyne, Technischer Direktor. "In Bezug auf die Leistung war es jedoch enttäuschend. In den kühleren Bedingungen haben wir klar mehr mit den Reifen zu kämpfen als in der vergangenen Woche und gestern, und lagen etwas von dem Niveau entfernt, das wir erwartet hatten."


Fotos: Lotus, Großer Preis von China, Samstag


"Wir haben jedoch gesehen, dass unsere Geschwindigkeit selbst unter diesen Bedingungen besser ist, und wir beträchtlich konkurrenzfähiger sind. Ich denke aus diesem Grund, dass wir es mit der Gruppe im Mittelfeld vor uns aufnehmen können."

"Wir sind realistisch", so Geschäftsführer Riad Asmat. "Als wir aufwachten, wussten wir alle, dass wir angesichts der niedrigeren Temperaturen damit zu kämpfen haben würden, das zu wiederholen, was uns gestern im Training gelang. Trotzdem hatten wir bisher ein gutes Wochenende, praktisch ohne Probleme."

"Ich weiß von den Gesprächen mit ein paar der Teams direkt vor uns, dass wir beginnen, Teil ihrer Strategien zu werden, da sie wissen, dass wir kurz davor stehen, in der Lage zu sein, aufrichtig mit ihnen zu kämpfen."

"Auch wenn der Abstand heute also etwas größer ist, als wir dies erhofft hatten, ist es immer noch klar, dass sich unsere stetigen Fortschritte langfristig gesehen bezahlt machen werden."