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London-Grand-Prix: Hill sieht logistische Probleme

Damon Hill glaubt zwar, dass ein Grand Prix in London bei den Fans ein Renner werden könnte, die logistischen Probleme aber nur schwer zu überwinden sind

(Motorsport-Total.com) - Die Euphorie um einen möglichen Grand Prix im Herzen von London ist groß. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in der britischen Hauptstadt treibt Formel-1-Boss Bernie Ecclestone seine Idee voran, weltbekannte Sehenswürdigkeiten wie Buckingham Palace, das London Eye oder den Trafalgar Square als Szenerie für die Formel 1 zu nutzen. Das Architektenbüro Populous, das bereits für den Silverstone-Umbau verantwortlich zeichnete, hat in einem aufwändigen Animationsvideo bereits eine mögliche Streckenführung präsentiert.

Damon Hill

Damon Hill steht einem möglichen Rennen in London skeptisch gegenüber Zoom

Trotz der großen PR-Offensive gibt es in Hinblick auf ein mögliches Rennen in London noch zahlreiche Fragezeichen - vor allem die Logistik könnte sich durch die zentrale Lage als Stolperstein erweisen. Dieser Meinung ist auch Ex-Pilot Damon Hill, der nach seiner Motorsportkarriere auch als Präsident des BRDC (British Racing Drivers Club, Anm.) fungierte, der das Rennen in Silverstone austrägt.

"Überall, wo die Bevölkerungsdichte hoch ist, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, ein volles Haus zu haben - zudem ist der Vorteil eines Rennens in einer Metropole wie London, dass viele Einrichtungen wie Hotels und Verkehrsmittel bereits da sind", zählt er gegenüber 'Sky Sports News' die Vorteile auf. "Eine Million Menschen schauten zu, als die Queen in einem Boot den Fluss hinauf fuhr - das Potenzial für viele Zuschauer ist also vorhanden."


Fotos: Der Grand-Prix-Traum in London


Doch das ist seiner Meinung nach nur die halbe Wahrheit: "Das logistische Problem, dass Teile von London stillstehen, weil echte Straßen für das Rennen benutzt werden, könnte schwerwiegender sein als die Austragung der Olympischen Spiele, denn die Spiele finden an dezentralen Schauplätzen statt. Wir werden also sehen."

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