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Lobeshymne auf Button: Fernando Alonso gratuliert zum 300er

Trotz Lewis Hamilton "der beste Teamkollege, den ich je hatte": Fernando Alonso ist beeindruckt von Jenson Button und denkt über eine 300er-Überraschung nach

(Motorsport-Total.com) - Jenson Button bestreitet beim Grand Prix von Malaysia in Sepang (Formel 1 2016 live im Ticker) sein 300. Formel-1-Rennen. Das ringt seinem Teamkollegen Fernando Alonso Respekt ab: "300 Grands Prix sind schon eine Leistung. Diesen Meilenstein haben noch nicht viele Fahrer erreicht", sagt der McLaren-Fahrer.

Genau genommen sind es nur zwei: Rubens Barrichello führt die ewige Rangliste mit 324 Renneinsätzen an, gefolgt von Michael Schumacher (306). Letzterer wird nach der Saison 2016 immer noch um ein Rennen vor Button liegen. Dessen sieben Titel kann der scheidende Brite (36) zwar nur die WM 2009 entgegenhalten, doch Alonso lobt seine Karriere-Leistung dennoch in den höchsten Tönen.

300 Grands Prix, findet der Spanier, "bedeuten zweierlei. Erstens, dass du sehr talentiert bist, weil du viele Jahre lang gute Leistungen abgeliefert hast. Sonst würden dir die Teams nicht das Vertrauen schenken. Und zweitens: In die Formel 1 zu kommen, ist eine Sache. Ein Rennen zu gewinnen, ist der nächste Schritt. Aber sich dann so lange an der Spitze zu halten, ist ein Beleg dafür, wie talentiert du bist, wie entschlossen und wie hart du körperlich an dir arbeitest, Rennen für Rennen."

Überraschung in Malaysia?

"Das hat Jenson unter Beweis gestellt. Ich freue mich für ihn. Es ist ein besonderes Wochenende", sagt Alonso und kündigt an, dass er für etwaige Überraschungsaktionen zum Jubiläum durchaus zu haben wäre: "Wenn ich etwas tun kann, um ihn glücklich zu machen, dann werde ich mich bemühen!" Was seitens des McLaren-Teams (oder auch von anderer Seite) konkret geplant ist, entzieht sich jedoch unserer Kenntnis.


Jenson Button vor seinem 300. Grand Prix

Der McLaren-Pilot wird in Malaysia ein außergewöhnliches Jubiläum feiern und blickt auf seine lange Karriere zurück Weitere Formel-1-Videos

Button sei "vielleicht der beste Teamkollege, den ich je hatte: sehr schnell, sehr ehrgeizig, unter allen Bedingungen. Außerhalb des Autos ist er ein sehr netter Kerl, ein Gentleman - aber auch sehr entschlossen. Er treibt viel Sport, um sich fit zu halten, testet dauernd im Simulator, verbringt so viel Zeit mit den Ingenieuren in der Fabrik, wie er nur kann. Als Paket ist er der beste Teamkollege", lobt der 35-Jährige.

Button gibt das Lob im exklusiven Interview mit 'Motorsport-Total.com' zurück: "Der kompletteste Fahrer, gegen den ich je gefahren bin, ist Fernando. Wie er mit dem Team arbeitet, ist beeindruckend. Er ist sehr intelligent, weiß genau, wie er das erreicht, was er erreichen möchte. Und ich finde stark, wie er im Rennen mit dem Auto umgeht. In den Rennen ist Fernando immer voll da - sei es vor oder hinter dir, aber du wirst den Kerl nicht los", grinst er.

Alonso steht bei 267 Rennen

Das sei "hart, aber es macht auch Spaß. Ich bin sehr froh, dass ich die letzten Jahre meiner Karriere gemeinsam mit ihm arbeiten durfte und erleben konnte, wie gut er ist", so Button, der die Gratulation zum 300. Grand Prix vielleicht eines Tages zurückgeben kann. Denn Alonso ist mit 267 Rennteilnahmen hinter Barrichello, Schumacher und Button Vierter der ewigen Rangliste.

Ende 2017, wenn sein McLaren-Vertrag ausläuft, wird der Weltmeister von 2005 und 2006 voraussichtlich 294 Formel-1-Rennen dem Buckel haben. Ob es dann auch noch für die 300er-Schallmauer reicht? "Da werde ich vielleicht noch da sein", meint Alonso, der aber selbst gar nicht um die Statistiken Bescheid weiß: "Wo stehe ich jetzt? Das macht fast ein bisschen Angst. Da wird einem bewusst, dass man schon viele Jahre dabei ist."

Interessanter Randaspekt: In den Top 10 der ewigen Rangliste findet sich mit Riccardo Patrese (5./255) nur ein einziger Fahrer, der seine Karriere vor der Jahrtausendwende beendet hat. "Früher", sagt Alonso, "waren die Fahrer älter, als sie in die Formel 1 gekommen sind. Ich denke, dass in Zukunft viele Fahrer diese Marke knacken werden, weil sie in viel jüngeren Jahren begonnen haben. Die neue Generation war Anfang 20, als sie in die Formel 1 kam, Verstappen sogar erst 17."

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