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Lauda: Schumacher-Test ist ein Werbegag

Zur Verwunderung vieler steigt Michael Schumacher diese Woche bei den Testfahrten in Barcelona wieder in den Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Ob mit Luca Badoer oder mit Michael Schumacher - Ferrari hatte bei Testfahrten in Barcelona schon mehrere böse Abflüge, die jedoch zum Glück alle glimpflich verlaufen sind. Dass sich Michael Schumacher nach seinem Rücktritt nun zu "richtigen" Testfahrten wieder in den Ferrari setzt, können viele Experten nicht verstehen.

Michael Schumacher

Michael Schumacher wird vom Zuschauer wieder zum Fahrer Zoom

Der Deutsche hatte das Glück, dass er während seiner Karriere zwar einige schwere Unfälle hatte, jedoch als gesunder Familienvater in seine "Rennfahrer-Rente" gehen durfte. Dass er sich nun erneut dem Risiko der Geschwindigkeit aussetzt, und das auch noch bei Testfahrten, wirft einige Fragen auf.#w1#

Der 38-Jährige soll den italienischen Rennstall bei den ersten Versuchen mit der neuen Standard-Elektronik in dieser Woche ab Dienstag auf dem 'Circuit de Catalunya' unterstützen, seine langjährige Erfahrung beim Fahren mit und ohne Traktionskontrolle einbringen.

Ex-Formel-1-Pilot Jean Alesi wundert sich über die Entscheidung Schumachers, schließlich habe er seiner Meinung nach den richtigen Zeitpunkt zum Rücktritt gefunden, sein Test würde da nicht zu diesem idealen Bild passen.

"Zudem sind solche Testfahrten auch immer sehr gefährlich", so der Franzose gegenüber dem 'Blick'. "Und man stelle sich mal vor, Michael fährt eine bessere Zeit als die Stammpiloten: Dann ist der Wirbel in den Zeitungen da! Aber braucht das Ferrari?"

Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda hält die Versuche ebenso wie die kürzlich erfolgte Ausfahrt auf der MotoGP-Maschine von Ducati für einen Werbegag von Sponsor 'Marlboro'. Schumacher sei es jedoch "wurscht", dass er in jeder Runde ans Limit gehen muss, weil ansonsten jeder Kilometer wertlos wäre.

Dennoch kann der Österreicher nicht nachvollziehen, warum man auf Michael Schumacher setzt: "Dieser Test regt höchstens die Gerüchteküche an! Und am Ende bleibt bei Ferrari doch alles so, wie es ist."