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  • 09.05.2022 · 11:49

  • von Stefan Ehlen, Co-Autor: Luke Smith

Lando Norris: McLaren liegt derzeit "hinter Alfa Romeo"

Wo Formel-1-Team McLaren nach dem fünften Saisonrennen 2022 steht und was sich in den nächsten Wochen am MCL36-Mercedes tun muss

(Motorsport-Total.com) - McLaren müsse nach dem Miami-Grand-Prix akzeptieren, dass es wohl [nur] an fünfter oder sechster Stelle im Kräfteverhältnis der Formel-1-Saison 2022 zu finden sei, sagt Lando Norris. Das habe das Rennwochenende in den USA gezeigt. Mindestens vier Teams seien aktuell schneller als McLaren.

Guanyu Zhou, Daniel Ricciardo, George Russell

Formel-1-Mittelfeld in Miami 2022: McLaren, Alfa Romeo, Mercedes Zoom

Ferrari und Red Bull als Spitzengruppe sind ohnehin außer Reichweite. "Und ich denke, wir liegen hinter Mercedes", sagt Norris. "Wir liegen auch hinter Alfa Romeo, aber liegen gut im Rennen mit Alpine und AlphaTauri. Haas ist ebenfalls irgendwo in dieser Region dabei. Ich glaube also, es ist recht einfach: Es ist eng."

Oder in Zahlen ausgedrückt: Im Qualifying belegte Norris als besserer McLaren-Fahrer mit 0,954 Sekunden Rückstand auf die Poleposition den achten Platz. Valtteri Bottas im Alfa Romeo war knapp drei Zehntel schneller, Lewis Hamilton im Mercedes etwa ein Zehntel, Pierre Gasly im AlphaTauri ein halbes Zehntel.

Warum Norris für Barcelona optimistisch ist

"Im Rennen", meint Norris, "haben wir eine ordentliche Pace. Da braucht es nur etwas mehr, damit wir es mit Mercedes und den Vorderleuten aufnehmen können. Und wenn wir das hinkriegen, können wir zufrieden sein."


Ob sich dieses "etwas Mehr" beim kommenden Rennen in Barcelona konkretisieren werde, wird Norris gefragt. Antwort: "Basierend auf den Wintertests würde ich sagen, es sieht etwas hoffnungsvoller aus als in Miami. Ich hoffe, uns gelingen ein paar weitere Verbesserungen am Auto. Schwierig zu sagen, was wir aus diesem Wochenende mitnehmen."

Denn zumindest mit Norris lag McLaren in Miami lange auf Punktekurs. Nach dem Wechsel von Medium auf Hard in Runde 18 aber fand sich der Brite nur im Hinterfeld wieder und machte dort keine entscheidenden Fortschritte, kam nur bis P14 nach vorne und schied schließlich nach einem Crash mit Pierre Gasly aus. Auch Daniel Ricciardo punktete in Miami nicht, belegte P13.

Von Mercedes nicht überrascht, im Gegenteil

Dafür erzielte Mercedes mit George Russell und Lewis Hamilton die Positionen fünf und sechs im Rennen und war damit dritte Kraft hinter Ferrari und Red Bull, was für Norris aber "nicht überraschend" kam.

Er erklärt: "Miami hat viele langsame Kurven, in denen Mercedes eines der besten Autos im Feld hat. Vom ersten Tag an war der Mercedes in solchen Passagen gut."

"Ich schätze, sie haben an diesem Wochenende rausgekriegt, wie sie mehr Potenzial aus dem Auto herausholen. Ich bin daher nicht überrascht. So ist es in der Formel 1 doch schon seit Jahren: Manchmal passt dein Auto zur Strecke, manchmal liegt sie einem anderen Auto besser."