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  • 20.07.2017 · 10:57

  • von Roman Wittemeier

Lance Stroll: Habe gezeigt, dass ich kein Paydriver bin

Vom belächelten Crashkid zum vollwertigen Formel-1-Fahrer innerhalb weniger Wochen: So sieht Williams-Rookie Lance Stroll seinen momentanen Aufstieg

(Motorsport-Total.com) - Lance Stroll hat den Schritt vom belächelten Crashkid zum vollwertigen Formel-1-Profi geschafft. Dem jungen Kanadier gelang nach den ersten sechs Rennen des Jahres voller Pleiten, Pech und Pannen ausgerechnet beim Heimspiel der Durchbruch. Im Grand Prix von Kanada 2017 rangierte Stroll auf Platz neun und kassierte somit seine ersten beiden WM-Punkte. Gestärkt durch dieses Erlebnis folgte beim Rennen in Baku ein sensationeller Podestplatz.

Lance Stroll

Lance Stroll fühlt sich im Formel-1-Auto von Williams immer wohler Zoom

Auch in Österreich konnte der Youngster in die Punkte fahren. Sein Konto umfasst nun 18 Zähler. Der Rückstand auf seinen äußerst erfahrenen Williams-Teamkolegen Felipe Massa ist auf nur noch fünf Punkte zusammengeschrumpft. "Es war zuletzt einfach nur gut", freut sich Stroll im Gespräch mit 'formula1.com'. Er durchlebe gerade sein "ganz persönliches Märchen". Die schlechte Phase zu Beginn des Jahres sei eine "Zeit voller unglücklicher Momente" gewesen.

"Da sind viele Sachen passiert, die nicht in meiner Hand lagen - zum Beispiel technische Probleme oder Kollisionen. Das hat viele Punkte gekostet", meint der 18-Jährige aus Montreal. Er sei froh, in den vergangenen Wochen bewiesen zu haben, dass er nicht der klassische Paydriver in der Formel 1 sei. "Ich bin nicht nur den Geldes wegen in der Formel 1", stellt er klar. "Ich war der jüngste Formel-3-Champion aller Zeiten, und das mit großem Vorsprung. Das ist Fakt!"

Der Williams-Rookie war schnell in eine Schublade gesteckt, weil Vater Lawrence Stroll Anteile am Team erworben hatte. Der kanadische Geschäftsmann hatte bereits zuvor das Nachwuchsteam Prema übernommen, um seinem Sohn perfekte Bedingungen bereitzustellen. "Von außen sieht das dann immer so aus", meint Stroll, "aber in meinem Umfeld haben immer alle an meine Fähigkeiten geglaubt. Und allen anderen haben wir es jetzt gezeigt."