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  • 02.11.2008 · 21:57

  • von Fabian Hust

Kupplungsprobleme kosten Force India WM-Punkt

Giancarlo Fisichella wäre beim Saisonfinale in Sao Paulo um ein Haar in die Punkte gefahren, doch Probleme mit der Kupplung vereitelten dies

(Motorsport-Total.com) - Das Force India-Team setzte am Anfang des Rennens mit Fisichella und in der Schlussphase des Großen Preises von Brasilien auf das Risiko, doch auch dadurch kam man nicht viel weiter nach vorn. So beendete Adrian Sutil das letzte Saisonrennen auf Position 16, Teamkollege Giancarlo Fisichella bildete auf dem 18. Rang das Schlusslicht.

Giancarlo Fisichella vor Lewis Hamilton

Giancarlo Fisichella vor Lewis Hamilton: Was für ein Rennen...

"Dies war ein gutes Ende dieser Saison", meinte Sutil. "Zumindest konnten wir die karierten Flagge sehen. Wir hatten zudem zwei Autos hinter uns, was eine gute Leistung ist. Es war zu Beginn ziemlich schwierig, die Strategie in Bezug auf die Reifen-Wahl richtig hinzubekommen."#w1#

"Am Ende zockten wir mit den Reifen für extremen Regen." Adrian Sutil

"Wir starteten auf den Intermediates und kehrten dann auf die Trockenreifen zurück, dies funktionierte für uns ganz gut. Auf dem ersten Satz hatten wir eine Menge Graining, aber der zweite war ganz in Ordnung. Am Ende zockten wir mit den Reifen für extremen Regen, da es sehr dunkel war und es danach aussah, als würde es sehr stark regnen. Der Regen kam jedoch nicht früh genug und wir hatten zu kämpfen. Aber alles in allem gaben wir das maximal Mögliche."

"Dies war ein aufregendes Rennen, in dem so viele Dinge passierten", so Fisichella. "Es war eine gute Entscheidung, auf Trockenreifen zu gehen, nachdem das Safety Car auf die Strecke ging. Dann sah es sehr gut aus. Dieser Teil des Rennens war fantastisch, auch wenn es sehr schwierig war, durch den ersten Teil der Strecke zu kommen. Vor allem die erste und zweite Kurve war besonders übel, fast unfahrbar. Aber der Rest der Strecke war nicht allzu schlecht, da es dort eine trockene Linie gab."

"Die Rundenzeit wurde viel besser. Eine Weile lag ich unter den ersten Drei und konnte ein gutes Tempo anschlagen. Unglücklicherweise hatte ich beim ersten Boxenstopp ein Problem mit der Kupplung und fiel nach hinten. Bei beiden Stopps hatte ich keine Kupplung und verlor eine Menge."

"Ein unglaublicher Start in das Rennen." Giancarlo Fisichella

"Im Regen am Ende versuchten wir mit den Reifen für extremen Regen etwas zu zocken, denn es gab nichts zu verlieren. Trotz des Ergebnisses war es ein unglaublicher Start in das Rennen und wir können mit unserer Leistung zufrieden sein."

"Zunächst einmal Gratulation an Lewis Hamilton zum Gewinn seiner ersten Weltmeisterschaft unter solch schwierigen Bedingungen", so Mike Gascoyne, Technischer Direktor des Teams. "Für uns war es ein enttäuschendes Ende. Giancarlo fuhr ein fantastisches Rennen, nachdem er den Befehl gab, anzuhalten und auf Trockenreifen zu wechseln. Es war auf der Gerade und im ersten Sektor sehr nass, wir gingen aus diesem Grund ein Risiko ein. Aber es war die richtige Entscheidung und er fuhr im ersten Abschnitt des Rennens sehr, sehr konkurrenzfähig."

"Wir hätten einen Punkt geholt, was nach einer schwierigen Saison ein passendes Ergebnis gewesen wäre." Mike Gascoyne

"Wir hätten einen Punkt geholt, was nach einer schwierigen Saison ein passendes Ergebnis gewesen wäre. Unglücklicherweise hatte Giancarlo bei seinem ersten Boxenstopp ein Problem mit der Kupplung und würgte das Auto mehrmals ab, was ihn nach hinten geworfen hat."

"Adrian fuhr ein vorsichtiges Rennen und kämpfte Kubica für den Großteil des Rennens nieder und kam beim letzten Event des Jahres ins Ziel. Dankeschön an alle im Team an der Strecke und zu Hause an unserem Stützpunkt. Auch wenn wir keinerlei Punkte geholt haben, hat jeder sehr hart gearbeitet."


Fotos: Force India, Großer Preis von Brasilien, Sonntag


"Alle unsere Gratulationen gehen an Lewis und an McLaren, die unter solch dramatischen Bedingungen die Meisterschaft gewonnen haben", so Teambesitzer Vijay Mallya. "Es wäre für uns ein Traum-Ergebnis geworden, bei unserem letzten Rennen des Jahres in die Punkte zu kommen. Eine Weile sah es danach aus, als würde dieser Traum wahr werden."

"Unglücklicherweise lief es einfach nicht für uns, aber wir zeigten, dass wir die Entscheidungen und das Rennen konkurrenzfähig fällen und absolvieren können. Ich möchte meinem Team, meinen Fahrern und all unseren wertvollen Sponsoren danken, dass sie am Ball geblieben sind, das Vertrauen nicht verloren und bis zum Ende Druck gemacht haben. Wir wissen, dass es jetzt nur noch besser werden kann."