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  • 12.11.2013 09:40

Konservativ, konservativer, Pirelli: Hart und Medium in Austin

Pirelli geht mit Vorsicht an den Großen Preis der USA und wählt die beiden härtesten Mischungen: Zwei Stopps seien laut Reifenhersteller vorhersehbar

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix der USA ist das vorletzte Rennen der Saison 2013. Premiere feierte die neue Strecke in Texas erst im vergangenen Jahr. Für das Rennen am kommenden Wochenende liefert Pirelli den harten Pneu sowie den Medium-Reifen. Die Strecke in Austin ist ein variantenreicher Kurs, auf dem viel Energie durch die Reifen fließt. Schnelle und langsamere, technisch anspruchsvolle Abschnitte, wechseln sich in kurzer Folge ab. Auf diesem Kurs werden die Allround-Eigenschaften der Formel 1-Slicks überprüft: Die Traktion beim Beschleunigen aus langsameren Kurven ist hier ebenso wichtig wie der laterale Grip in den Höchstgeschwindigkeits-Kurven des 5,513 Kilometer langen Circuit of the Americas.

Pirelli-Reifen

Pirelli hat die beiden härtesten Mischungen schon verstaut und einsatzbereit Zoom

"Der harte Reifen und der Medium sind die beste Wahl für den Grand Prix der USA", erklärt Motorsportchef Paul Hembery, "denn hier wirken starke Kräfte auf die Slicks, genau die richtige Aufgabe für unsere haltbarsten Gummimischungen. Ähnlich wie in Spa gibt es einige schnelle Kurven und viele Höhenunterschiede. Je mehr Energie durch die Reifen fließt, desto mehr heizen sie sich auf, das wiederum wirkt sich auf Verschleiß und Abrieb aus."

"Da wir nun schon das zweite Mal in den USA fahren, wissen wir genauer, was uns erwartet", ergänzt der Brite. "2012 war es ein Schritt auf völlig unbekanntes Terrain. Auch wenn wir dieselben Slickmischungen wie im vergangenen Jahr nominierten, so ist doch das Gummi weicher als bei den Reifen von 2012. Je nachdem, wie sich die Strecke entwickelt, gehen wir daher von einem Zwei-Stopp-Rennen aus. Obwohl November, ist es noch recht warm, ein weiterer Einflussfaktor auf den thermalen Verschleiß. Im vergangenen Jahr ist die Formel 1 von den amerikanischen Fans fantastisch begrüßt worden, das machte es zu einem wirklich bemerkenswerten Rennen. Wir freuen uns daher sehr auf die Rückkehr zu diesen begeisterten Zuschauern."

Alesi: Gute Erinnerungen an die USA

Markenbotschafter Jean Alesi kennt zwar den Kurs in Austin nicht aus eigener Erfahrung, Amerika dafür aber umso besser: "Der Große Preis der USA von 1990 war mein erstes Rennen auf Pirelli-Reifen", erinnert er sich. "Ich startete damals für Tyrell und es lief wirklich gut. Es war der erste Grand Prix meiner ersten richtigen Formel-1-Saison, daher erinnere ich mich sehr gut. Damals waren die meisten Rennen in den USA Straßenrennen, und Phoenix machte da keine Ausnahme."

"Allerdings waren die Reifenregeln sehr offen: Sie schrieben nur die Dimension vor, ansonsten konnten die Hersteller machen, was sie wollten. Mit Pirelli konnten wir im Gegensatz zu einigen Konkurrenten das Rennen ohne einen einzigen Stopp bestreiten. Das war der Schlüssel unserer starken Leistung, die so viele Leute überraschte: Ich führte viele Runden lang und wurde am Ende Zweiter hinter Ayrton Senna in seinem viel stärkeren McLaren-Honda! Nur wegen der Reifen."


"Natürlich hat sich der Grand Prix der USA sehr verändert. Das erste Rennen in Austin 2012 bot eine großartige Show. Die Liste der Special Guests reichte von Schauspielern bis zu Astronauten. Und der Enthusiasmus der amerikanischen Fans für die Formel 1 war fantastisch. Auch für die Fahrer scheint Austin eine spannende Strecke zu sein. Ein Detail des vergangenen Jahres, an das sich sicher alle noch erinnern, sind die Cowboy-Hüte von Pirelli, die die Piloten auf dem Podium trugen. Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht", so der Franzose abschließend.

Die Anforderungen der Strecke an die Reifen

Wie Abu Dhabi gehört Austin zu den wenigen Strecken im Rennkalender, auf denen gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, dazu gehören außerdem: Südkorea, Singapur und Brasilien. Der 2012 neu verlegte Asphalt ist recht glatt. Doch durch die Nutzung wird der Belag von Jahr zu Jahr rauer, da Bitumen aus der Oberfläche bricht und abgetragen wird.

Lewis Hamilton

Ganz groß in Mode: Mit Cowboy-Hüten präsentierten sich 2012 die Sieger Zoom

An zwei Schlüsselstellen werden die Reifen in Austin besonders beansprucht. Dazu gehört gleich die erste Kurve, eine Haarnadelkurve. Hier müssen die Reifen optimale Traktion liefern - obwohl sie direkt nach dem Start noch nicht ganz auf Betriebstemperatur sind. Ebenso anspruchsvoll ist Kurve 11, in der die Piloten mit eingeschlagenem Lenkrad stark bremsen. Dadurch kommt es zu einer ungleichen Verteilung der Kräfte, die auf die Slicks wirken. Guter Grip ist hier zwingend notwendig. Das Setup der Autos wird mit einer recht kurzen Getriebeübersetzung und mittlerem Abtrieb justiert, ähnlich der Einstellung für den Großen Preis der Türkei in Istanbul.

Die besten drei Fahrer des vergangenen Jahres (Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Fernando Alonso) wählten damals eine Einstoppstrategie. Sie starteten auf den Mediums und wechselten anschließend auf die harten Reifen. Damals lag der Zeitunterschied zwischen den beiden Mischungen bei einer halben Sekunde pro Runde, dieses Jahr sollte der Abstand etwas größer sein.

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