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Bahrain: Sechs Fahrer innerhalb einer halben Sekunde

Kimi Räikkönen fuhr im zweiten Freien Training Bestzeit vor Hamilton und Kubica - Wurz überraschend Sechster vor Heidfeld und Rosberg

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 fährt an diesem Wochenende in der Wüste, doch was im zweiten Freien Training am Freitagnachmittag an Unterhaltung für die nicht allzu zahlreich erschienenen Fans am Bahrain International Circuit geboten wurde, konnte sich sehen lassen. Nicht weniger als elf Fahrer hatten am Ende der 90 Minuten weniger als eine Sekunde Rückstand.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen und das Ferrari-Team gelten in Bahrain als Topfavoriten

Die Bestzeit sicherte sich wenig überraschend "Iceman" Kimi Räikkönen, der bei bis zu 34 Grad Lufttemperatur den kühlsten Kopf bewahrte und nach 33 Umläufen 1:33.527 Minuten auf seinem Konto gutschreiben ließ. Allerdings verlief die Session für ihn nicht ganz ohne Zwischenfälle: Nach 35 Minuten leistete er sich einen kleinen Ausritt, später fühlte er sich von einem Nachzügler genervt, dem er in der Hitze des Gefechts glatt den Stinkefinger aus dem Cockpit streckte.#w1#

Hamilton wieder schneller als Alonso

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/33 Runden) wurde mit gerade mal 13 Tausendstelsekunden Rückstand Zweiter, war damit schneller als Felipe Massa (4./Ferrari/+ 0,245/28 Runden), der dank der Vormittagszeit Tagesschnellster blieb, und sein Teamkollege Fernando Alonso (5./+ 0,257/30 Runden). Mitten in dieses rot-silberne Spitzenquartett schob sich als Dritter überraschend BMW Sauber F1 Team Fahrer Robert Kubica (+ 0,205/37 Runden).

Aus deutschsprachiger Sicht verlief die Session erfreulich, vor allem für den einzigen Österreicher im Feld: Alexander Wurz (Williams-Toyota/26 Runden) lag zwischenzeitlich sogar an zweiter Position, fiel dann doch noch ein wenig zurück, konnte aber als Sechster mit 0,446 Sekunden Rückstand sehr zufrieden sein, zumal auch Nico Rosberg (+ 0,662/34 Runden) im zweiten Williams-Toyota als Achter in die Top 10 fuhr. Dazwischen: Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 0,549/34 Runden).

Schumacher nach Platz 18 unbesorgt

Ganz übel sieht das Resultat für Ralf Schumacher aus, denn der Toyota-Pilot konnte nie konkurrenzfähige Zeiten fahren und wurde unterm Strich nach 29 Runden mit 1,900 Sekunden nur 19. Allerdings zeigte er sich darüber nicht besorgt - er habe ausschließlich an der Rennvorbereitung gearbeitet. Der vierte Deutsche im Bunde, Adrian Sutil (19./Spyker-Ferrari/+ 2,055/31 Runden), tat wieder das, was man von ihm erwarten konnte, nämlich sich teamintern klar durchzusetzen.

Von den arrivierten Teams der vergangenen Saison verpasste Renault den Sprung in die Top 10 deutlich, weswegen bei Heikki Kovalainen (12./+ 1,058/33 Runden) und Giancarlo Fisichella (15./+ 1,269/34 Runden) erste Alarmglocken schrillen dürften. Eher schon an Evakuierung (in den alten RA106 von Super Aguri?) sollte das Honda-Werksteam denken, auch wenn Rubens Barrichello (11./+ 0,864/28 Runden) am Ende zumindest noch Ergebniskosmetik betrieb.

Alexander Wurz

Starker Alexander Wurz: Williams ist wieder wer in der Formel 1... Zoom

Apropos Honda: Jenson Button (22./+ 2,552/19 Runden) sorgte für die Szene des Nachmittags, als nach gut einer Stunde sein V8-Motor spektakulär platzte, Feuer fing und sogar einzelne Teile der Pleuel ausspuckte. Auf dem Öl des Briten drehte sich Massa. Die Streckenposten brauchten anschließend viel zu lange, um das Auto aus der Gefahrenzone zu bringen - das noch dazu im Leerlauf steckte und beinahe auf die Fahrbahn zurückgerollt wäre...

Gefährliche Szene in der Boxengasse

Eine weitere gefährliche Szene ereignete sich in der Boxengasse, als der starke David Coulthard (9./Red-Bull-Renault/+ 0,832/32 Runden) hart abbremsen musste, um nicht einen Mann über den Haufen zu fahren, der vom Kommandostand zurück in die Garage rannte und dabei unachtsam war - um Zentimeter an einer Katastrophe vorbei! Später dann noch einmal Rauch, weil Anthony Davidsons (13./Super-Aguri-Honda/+ 1,068/29 Runden) Bremsen zu heiß wurden.

Für Qualifying und Rennen zeichnet sich damit ein weiteres Duell zwischen Ferrari und McLaren-Mercedes ab, dahinter folgt das BMW Sauber F1 Team - und auf einmal scheint auch Williams-Toyota den Speed gefunden zu haben, um aus eigener Kraft locker in die Top 10 zu fahren. Schwierige Wochenenden stehen hingegen den Teams von Renault, Toyota und vor allem Honda bevor, die heute keine Akzente setzen konnten.

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