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Keine Teamorder: Vettel noch nicht Nummer 1 bei Ferrari

Nach seiner Aufholjagd beim Kanada-Grand-Prix wurde Sebastian Vettel nicht von Ferrari an Kimi Räikkönen vorbeigewunken - So bleibt es auch erst einmal

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Kimi Räikkönen in Montreal von Platz drei und Sebastian Vettel nur von Rang 18 gestartet war, war nicht vorauszusehen wann und ob sich die Ferrari-Teamkollegen beim Grand Prix von Kanada noch nahe kommen würden. Am Ende landete Vettel hinter Räikkönen auf Platz fünf, ohne dass das Team in die Reihenfolge eingriff. Vettels Titelchancen in einer so frühen Phase der Saison schon sichern zu wollen, sei laut Teamchef Maurizio Arrivabene kein Thema bei der Scuderia.

Maurizio Arrivabene, Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen

Bei Ferrari sind die Verhältnisse noch geklärt und entspannt Zoom

Bei den Roten herrscht noch Gleichberechtigung und Räikkönen hatte auf dem Circuit Gilles Villeneuve die besten Voraussetzungen, seine Position im Team zu bestärken. Nachdem sich Vettel wegen technischer Probleme nur auf Startplatz 16 qualifizieren konnte und wegen Überholens unter roten Flaggen noch weiter nach hinten versetzt wurde, sollte der Finne den Kanada-Angriff auf Mercedes starten.

Doch der Weltmeister von 2007 vertat seine Chance mit dem Dreher in Runde27 und kam über den vierten Platz nicht hinaus. Vettel kam dafür durch Feld gepflügt und an seinen Teamkollegen ran, auch wenn am Ende noch 4,278 Sekunden fehlten, weil sich die Anstrengung laut dem Heppenheimer nicht mehr lohnte.

Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen

Vettel konnte sich bisher meist deutlich gegen Räikkönen durchsetzen Zoom

Im mit Spannung erwarteten Teamduell der beiden sich gut verstehenden Kollegen hat Vettel derzeit die Nase vorn. An den bisherigen sieben Rennwochenenden hat sich der viermalige Weltmeister sechsmal vor Räikkönen qualifizieren können, fünfmal kam er vor ihm ins Ziel. In der Gesamtwertung liegt Vettel derzeit mit 108 Punkten am dichtesten an den Silberpfeilen (26 Punkte hinter Rosberg) und hat 36 Zähler mehr als der Finne.

Für Ferrari ist es aber noch zu früh, mit Titelchancen zu rechnen. "Solche Diskussion gibt es bei uns gar nicht", so Arrivabene. "Wir haben unsere Verhaltensregeln schon zu Beginn des Jahres klar gemacht: Unsere Fahrer können gegeneinander antrete, bis es für einen rechnerisch nicht mehr möglich ist, zu gewinnen. Das ist auch im Interesse des Teams. Sie können machen, was sie wollen, solange sie das Auto nicht kaputtfahren - dann würden sie mit mir ein Problem bekommen."

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