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Keine Reifen für Perez: Force India nimmt Schuld auf sich

Force India hat die Schuld für den verpatzten Boxenstopp bei Sergio Perez in Ungarn auf sich genommen - Einen großen Unterschied habe er eh nicht gemacht

(Motorsport-Total.com) - Force India nimmt die Schuld für den verpatzten Boxenstopp von Sergio Perez auf sich, der dem Mexikaner vermutlich einen Platz in den Punkterängen gekostet hat. Perez war nur wenige Runden nachdem er auf der härtesten Mischung des Wochenendes (Medium) war, wieder an die Box gekommen, doch als er seine Mannschaft ansteuerte, stand niemand bereit. "Das war ein Kommunikationsfehler", sagt Co-Teamchef Robert Fernley zu 'Autosport'.

Titel-Bild zur News: Sergio Perez

Sergio Perez ist möglicherweise um einen Top-10-Platz gebracht worden Zoom

"Es war unser Fehler, das hatte nichts mit ihm zu tun. Wir haben einen Fehler gemacht", nimmt der Brite Perez aus der Verantwortung. Man habe einfach keine Nachricht aus dem Cockpit des Mexikaners erhalten, der seinen Boxenstopp bestätigt hatte. Man wollte Perez auf anderen Reifen herausschicken, nachdem man gemerkt hatte, dass man trotz der härtesten Reifen nicht mit einem Boxenstopp durchkommt.

"Ich bin herumgerutscht und konnte die Reifen nicht zum Arbeiten bringen, von daher entschieden wir, dass wir gerade ein gutes Zeitfenster zum Stoppen haben", erzählt Perez. "Sie haben mich hereingerufen, aber als ich da war, waren keine Reifen da - somit haben wir eine Menge Zeit verloren. Das ist ärgerlich, aber kann manchmal passieren", will "Checo" seinem Team keinen Vorwurf machen.

Perez landete dadurch auf Rang elf und verschaffte seinem Teamkollegen Nico Hülkenberg einen Punkt. "Das war für Nico wahrscheinlich verdient, aber er hätte auch an Perez gehen können, von daher haben wir nichts verloren", nimmt Fernley die Sache locker. Weil Valtteri Bottas auch nur auf Rang neun ins Ziel kam, verlor Force India nur einen Zähler auf den ärgsten Konkurrenten Williams. "Wenn man ein schlechtes Wochenende hat und trotzdem nur einen Zähler verliert, dann ist das nicht so schlecht", zieht der Co-Teamchef ein positives Fazit.