powered by Motorsport.com

Keine Einigung mit BayernLB: Ecclestone wieder vor Gericht?

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone schließt einen außergerichtlichen Vergleich mit der BayernLB aus und steht damit offenbar vor einem weiteren Gerichtsprozess

(Motorsport-Total.com) - Bernie Ecclestone scheint auf seinen nächstes Gerichtsprozess zuzusteuern. Kurz vor Weihnachten hatte die BayernLB den 84-Jährigen im vergangenen Jahr auf rund 390 Millionen US-Dollar verklagt. Grund ist erneut der Verkauf von Formel-1-Anteilen der Bank an den Finanzinvestor CVC Capital Partners im Jahr 2006. 2014 hatte Ecclestone wegen des Vorgangs schon einmal vor Gericht gestanden.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone könnte sich bald schon wieder vor Gericht wiederfinden Zoom

Damals war es um eine Zahlung in Höhe von 44 Millionen US-Dollar an Gerhard Gribkowsky, den damaligen Risikovorstand der BayernLB, gegangen. Dem Briten wurden Bestechung und Anstiftung zur Untreue vorgeworfen, die Anklage schließlich allerdings gegen eine Zahlung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar fallengelassen. Nun drohen dem Formel-1-Boss allerdings zivilrechtliche Konsequenzen.

Mittlerweile hat sich Ecclestone erstmals selbst selbst zu Wort gemeldet und erklärt, dass er keinesfalls vorhabe, der BayernLB eine Entschädigung zu zahlen und so einen weiteren Prozess zu vermeiden. "Ich werde das nicht zahlen. Es gibt nichts, was ich zahlen müsste. Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, worum es überhaupt geht. Ich denke, dass die Sache vor Gericht gehen wird", wird Ecclestone vom 'Sunday Express' zitiert.

Da der 84-Jährige eine außergerichtliche Einigung ausschließt, scheint ein weiterer Prozess unausweichlich zu sein. Die BayernLB beklagt, dass die verkauften Formel-1-Anteile weit mehr wert gewesen seien als die rund 830 Millionen US-Dollar, die CVC Capital Partners 2006 gezahlt hat. Im vergangenen Jahr hatte Ecclestone der BayernLB noch eine Zahlung in Höhe von rund 25 Millionen US-Dollar angeboten. Dieser außergerichtliche Vergleich war jedoch von der Bank abgelehnt worden.