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Kanada: Schumacher-Brüder in der ersten Startreihe

Mit einer eindrucksvollen Vorstellung hat Michael Schumacher die Konkurrenz im Qualifying dominiert

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher wird beim Großen Preis von Kanada zum dritten Mal in Folge aus der Pole Position starten und hat damit die besten Voraussetzungen, seinen sechsten Sieg in Montreal zu feiern. Seine sechste Pole Position im achten Rennen fuhr der Ferrari-Pilot in beeindruckender Manier heraus. Gerade einmal zwei Versuche benötigte der Deutsche, um mit 1:15.782 Minuten eindeutig die schnellste Runde zu drehen - um 2.657 Sekunden schneller als die Pole des Vorjahres.

Ralf und Michael Schumacher

Michael und Ralf Schumacher stehen wieder in einer Startreihe

Wie schon in Brasilien war es Ralf Schumacher, der seinen Bruder herausforderte, was nach den mäßigen Trainingsergebnissen wahrlich nicht zu vermuten war. Höchstwahrscheinlich riskierte es der BMW-Williams-Pilot, die weichere Michelin-Mischung auszuwählen, die laut dem Team im Rennen aber etwas zu weich sein könnte. Trotz Startplatz zwei wurde der Imola-Sieger von seinem Bruder mit 0.515 Sekunden Rückstand entzaubert. Teamkollege Juan-Pablo Montoya kam mit 1.341 Sekunden Rückstand auf den zehnten Platz.

Auf Rang 3 folgte David Coulthard, der sich in den letzten Sekunden noch um einen Platz verbessern konnte. Dem Schotten fehlten ganze 0.641 Sekunden auf die Bestzeit. Teamkollege Mika Häkkinen erlebte einmal mehr einen schwarzen Tag. Erst fuhr er vor Start und Ziel so heftig über die Randsteine, dass er seinen beschädigten McLaren-Mercedes gegen das Ersatzauto austauschen musste und dann kam der Finne nicht über Rang 8 und 1.197 Sekunden heraus - zusammen mit Rang 8 aus Österreich der schlechteste Startplatz des Finnen in einer verkorksten Saison.

Überraschungsgast auf Rang vier war Jarno Trulli. Der Italiener fluchte wie ein Rohrspatz, als ihm Coulthard in den letzten Sekunden Rang drei vor der Nase wegschnappte, waren die letzten Trainingsminuten doch äußerst dramatisch, nachdem Heidfeld nach einer heftigen Mauerberührung 95 Sekunden vor Trainingsende einen Trainingsabbruch auslöste. Die Fahrer stellten sich daraufhin am Ende der Boxengasse an, um bei Freigabe der Strecke rechtzeitig auf die Strecke zu kommen, damit die Ziellinie vor Fallen der karierten Flagge überquert werden kann. Trulli war der erste Fahrer, dem es nicht gelang, rechtzeitig um die Strecke zu kommen. Frentzen-Ersatzfahrer Ricardo Zonta wird das Rennen am Sonntag von Platz 12 aus angehen.

Rubens Barrichello konnte das extrem hohe Tempo von Michael Schumacher nicht mitgehen. Der Brasilianer musste sich mit 0.978 Sekunden Rückstand deutlich geschlagen geben - da half es auch nichts, dass der Brasilianer alle vier Versuche ausschöpfte. Rang fünf war das Schlussergebnis eines turbulenten Trainings, bei dem Barrichello wie Heidfeld sein Auto in die berühmte "Wall of Champions" setzte und deshalb anschließend in das Ersatzauto umsteigen musste.

Eine starke Vorstellung lieferte Olivier Panis ab, der mit 0.989 Sekunden ganz knapp hinter Barrichello die sechstbeste Zeit fuhr. BAR-Honda-Teamkollege und Lokalmatador Jacques Villeneuve kam auf den neunten Platz mit 1.253 Sekunden Rückstand. Hinter Panis schob sich ebenfalls mit hauchdünnem Rückstand Kimi Räikkönen im Sauber-Petronas, der damit im internen Stallduell auf Heidfeld mit 4:4 gleichzog.

Heidfeld rauschte auf seinem letzten Versuch zu stürmisch über die unverzeihlichen Randsteine in der heiklen Schikane vor Start und Ziel und schlug sehr heftig in die Mauer ein, wobei das Auto stark beschädigt wurde. Heidfeld wurde am Ende mit 1.383 Sekunden Rückstand auf dem elften Platz geführt.

Arrows-Asiatech-Pilot Jos Verstappen belegte in der Qualifikation den 13. Platz, Teamkollege Enrique Bernoldi wurde Siebzehnter. Für Jaguar verlief das Qualifying nicht gut. Pedro de la Rosa gelang es, sich zum ersten Mal vor Teamkollege Eddie Irvine zu platzieren. Der Spanier wurde 14. und ließ den Iren um knappe 0.001 Sekunden hinter sich.

Bei Prost war es Jean Alesi, der mit 2.396 Sekunden als 16. schneller war als Teamkollege Luciano Burti, der mit 2.971 Sekunden Rückstand auf den 19. Platz kam. Auf Rang 18 folgte Giancarlo Fisichella, Benetton-Renault-Teamkollege Jenson Button wurde Zwanzigster. Die Minardi-Piloten Fernando Alonso und Tarso Marques bildeten das Schlusslicht.

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