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Jones: Viel Lob für Räikkönens Comeback-Saison

Alan Jones zieht vor Kimi Räikkönens Leistungen nach zweijähriger Formel-1-Pause den Hut und vergleicht das Comeback des Finnen mit dem von Niki Lauda

(Motorsport-Total.com) - Ex-Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen lieferte in seiner Comeback-Saison in der Königsklasse eine blitzsaubere Vorstellung ab. Nach einem Sieg und insgesamt sieben Podestplätzen aus 20 Rennen beendete der Finne seine erste Saison für Lotus auf Platz drei der Gesamtwertung - noch vor dem schnellen McLaren-Duo Lewis Hamilton/Jenson Button, das im Saisonverlauf genau wie das Red-Bull-Duo Sebastian Vettel/Mark Webber sieben Siege zu Buche stehen hat.

Alan Jones

Ex-Weltmeister Alan Jones ist von Kimi Räikkönen schwer beeindruckt

Zudem ist Räikkönen der einzige Fahrer im Feld, der bei allen 20 Grands Prix des Jahres die Zielflagge sah - 19 Mal davon in den Punkterängen. Nur beim Grand Prix von China in Schanghai verpasste der "Iceman" aufgrund einer falschen Strategie die Top 10. Die Saison 2013 wird der Finne erneut für Lotus in Angriff nehmen.

Die rundum gelungene 2012er-Vorstellung von Räikkönen, der zudem mit markigen Sprüchen wie am Boxenfunk in Abu Dhabi von sich reden machte, ringen Ex-Weltmeister Alan Jones großen Respekt ab. "Ich denke, er hat viele Leute überrascht, mich eingeschlossen", so der Australier, der sich im Jahr 1980 zum ersten von sieben Williams-Weltmeistern krönte.

Räikkönen auf den Spuren von Niki Lauda

Alan Jones im Beatrice Lola-Ford 1986

Alan Jones in der Saison 1986: Im Lola-Ford des Haas-Teams ohne Chance Zoom

"Er kam in die Formel 1 zurück und hat sich hervorragend geschlagen. Neben dem Comeback von Lauda ist es wahrscheinlich eines der erfolgreichsten überhaupt. Ich ziehe meinen Hut vor ihm", lobt Jones die Leistungen von Räikkönen anno 2012 und vergleicht diese mit der Rückkehr von Lauda in den 1980er-Jahren. In der Saison 1984 - seiner dritten nach seinem Comeback nach zweijähriger Pause - wurde der Österreicher im Duell mit seinem aufstrebenden McLaren-Teamkollegen Alain Prost noch einmal Weltmeister.

Unterdessen war Jones' eigenes Comeback nicht von Erfolg gekrönt. Der Australier zog sich nach der Saison 1981 vorrübergehend aus der Königsklasse zurück und brachte es in 20 Einsätzen in den Jahren 1985/1986 mit dem nicht konkurrenzfähigen Lola aus dem Team von Carl Haas zu nicht mehr als vier WM-Punkten.