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"Jeden Zwischenfall separat anschauen": Masi reagiert auf Hamilton-Kritik

Rennleiter Michael Masi ist bislang zufrieden mit dem Einsatz der schwarz-weißen Flagge - Er glaubt nicht, dass die Piloten deswegen aggressiver fahren werden

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton war nicht glücklich damit, dass es in Monza keine Strafe gegen Charles Leclerc gab. Dabei ging es dem Weltmeister aber gar nicht so sehr um die harte Fahrweise des Ferrari-Piloten, der ihn in einer Situation leicht von der Strecke drängte. Vielmehr forderte er nach dem Rennen eine Klarstellung der Regeln. "Es ist gut, dass wir hart racen dürfen", stellte Hamilton klar.

Mcihael Masi

Mcihael Masi (rechts) ist mit den jüngsten Entscheidungen zufrieden Zoom

"Ich muss nur wissen, wie ich mich im Zweikampf verhalten darf", so der Mercedes-Pilot. Und genau da habe die Rennleitung zuletzt Konstanz in ihren Entscheidungen vermissen lassen. Rennleiter Michael Masi sieht das anders. Leclerc wurde für den Vorfall die schwarz-weiße Flagge gezeigt. Damit sei man genau den Weg gegangen, den man bereits in Spa eingeschlagen habe.

Dort habe Pierre Gasly für ein ganz ähnliches Vergehen ebenfalls die schwarz-weiße Flagge gesehen. "Ich denke, [die Flagge] erfüllt ihren Zweck. Aber man muss sich jeden Zwischenfall separat anschauen", so Masi. Vergleiche mit anderen Situationen in der Vergangenheit seien daher schwierig. Fakt ist, dass die schwarz-weiße Flagge Teil einer neuen Herangehensweise der Rennleitung ist.


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So gab es die Flagge zwar immer, vor Spa wurde sie aber nicht aktiv genutzt. "Sie verändert die Dynamik. Das Prinzip 'Let them race' bringt verschiedene Faktoren mit sich", erklärt Masi und erinnert daran, dass es zu diesem Thema 2019 viele Diskussionen gegeben habe. Die Entscheidung, den Fahrern im Zweikampf mehr Freiraum zu geben, sei in Abstimmung mit Piloten, Teams et cetera gefallen.

"Letztendlich ist es die Entscheidung der Rennkommissare, ob jemand bestraft wird", erinnert er zudem. Er selbst könne lediglich die schwarz-weiße Flagge zeigen. Die Rennkommissare hätten aber die Möglichkeit, trotzdem eine Untersuchung einzuleiten. Doch es gibt auch kritische Stimmen an der neuen Einstellung. Einige glauben, dass die "Warnflagge" die Piloten ermutigen könnte, aggressiver zu fahren.


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"Ich denke nicht, dass Aggression das richtige Wort ist", grübelt Masi, der eher von "hartem Racing" sprechen möchte. "Ich denke nicht, dass sie gefährlicher fahren werden", sagt er und erklärt: "Sie bewegen sich an der Grenze, und diese kann man relativ leicht überschreiten." Hätte es zwischen Hamilton und Leclerc zum Beispiel eine Berührung gegeben, wäre die Strafe wohl härter ausgefallen.

Masi ist jedenfalls der Ansicht, dass sich die schwarz-weiße Flagge bislang bewährt habe. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, in Zukunft auch wieder auf die schwarze Flagge zurückzugreifen, antwortet er: "Man muss schon etwas wirklich schwerwiegendes anstellen, um vom Rennen disqualifiziert zu werden." Außerdem werde eine Disqualifikation im Zweifel sowieso erst nach Rennende erfolgen.

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