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"Inakzeptabel": Lewis Hamilton kritisiert "We Race as One"-Kampagne der F1

Nach den Vorfällen in Spielberg mahnt Lewis Hamilton den Sport, mehr zu tun, und kritisiert die Kampagne "We Race as One" als leere Versprechung

(Motorsport-Total.com) - Die Fälle von Belästigung und Beleidigung am Rande des Formel-1-Grand-Prix in Spielberg sorgten auch im Fahrerlager für Entsetzen. Deutliche Worte fand unter anderem Sebastian Vettel, der eine "Null-Toleranz"-Politik und strenge Verbote für Fans forderte, die sich an Rennstrecken beleidigend verhalten.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton wünscht sich mehr Taten statt nur Worte von der Formel 1 Zoom

Die Formel 1 selbst veröffentlichte ein Statement und erklärte: "Diese Art von Verhalten ist inakzeptabel und wird nicht toleriert." Man nehme die Angelegenheit sehr ernst, werde mit den Betroffenen sprechen und die Vorfälle genau untersuchen.

Auf die Frage, was der Sport und Fahrer gemeinsam tun können, um dagegen vorzugehen, macht Lewis Hamilton deutlich, dass aus seiner Sicht mehr als bisher getan werden muss. "Wir müssen uns noch mehr für Vielfalt und Inklusion einsetzen", so der Brite.

"Denn das spiegelt dann die Richtung wider, in die wir gehen, und es spiegelt auch oft wider, wie unsere Fangemeinde aussieht. Es ist Zeit, zu handeln. "We Race as One" war gut und schön, aber es waren nur Worte", kritisiert Hamilton die Kampagne, die die Formel 2020 ins Leben rief, um mehr Vielfalt anzustreben.

Das habe mehr schlecht als recht funktioniert, wie der Formel-1-Rekordweltmeister findet: "Es gab keine Finanzierung für irgendetwas, es gab kein Programm, um tatsächlich Veränderungen herbeizuführen und diese Diskussion anzustoßen."

"Wir müssen also auf jeden Fall unsere Plattformen nutzen, aber wir müssen wirklich einen Schritt weitergehen und einige der Dinge, die wir sagen, auch in die Tat umsetzen. Einfach nur sagen, das reicht nicht. Es ist inakzeptabel. Es ist nicht genug", mahnt er.

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