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Im Nachhinein klüger: Ross Brawn gibt Mercedes-Fehler zu

Vier Jahre lenkte Ross Brawn die Geschicke bei Mercedes, bevor 2014 die Dominanz kam - Warum er stolz auf seine Arbeit ist & heute Dinge anders machen würde

(Motorsport-Total.com) - Ross Brawn ist wieder in aller Munde. Der Brite wird mit einer erneuten Verpflichtung bei Ferrari in Verbindung gebracht. Doch davon will das fischende Ex-Superhirn der Scuderia nichts wissen - vorerst. Er wirft eher einen Blick in seine jüngere Vergangenheit. 2009 verewigte er sich mit einem Geniestreich namens BrawnGP in den Formel-1-Geschichtsbüchern, danach kam Mercedes und sein Abschied aus der Königsklasse, die er - wie er nun verraten hat - schon vermisst.

Ross Brawn

Von 2010 bis 2013 lenkte Ross Brawn das Mercedes-Team als Teamchef Zoom

"Ganz ehrlich: Ich vermisse schon einiges davon. Ich vermisse das Racing und die Kameradschaft", schildert der Brite im Interview bei 'Sky Sports F1'. "Es kam bei mir aber der Punkt, an dem ich manchmal aufgewacht bin und nicht einmal mehr auf Anhieb wusste, in welchem Land ich gerade bin. Das war gar nicht gut. Deswegen habe ich einen Schritt zurück gemacht. Ich vermisse ein paar Elemente, aber definitiv nicht alles", relativiert er.

Wenn er zurückblickt, erfüllt ihn die Leistung seines Teams mit Stolz. Auch die Zusammenstellung der Truppe: "Im Zentrum stand der Aufbau eines Ingenieurteams und der gesamten Organisation." Diese hatte er aus den Überresten des Honda-Formel-1-Teams geformt. Bereits seit 2007 war er bei den Japanern als Teamchef im Einsatz, 2009 folgte der Ausstieg der Asiaten und das Wagnis mit dem eigenen Projekt - das grandios aufging. Mit Jenson Button holte er nicht nur den Fahrertitel, gemeinsam mit Rubens Barrichello auch den Konstrukteurs-Titel.

Michael Schumacher, Ross Brawn

Ross Brawn verhalf Michael Schumacher bei Benetton & Ferrari zu Erfolgen Zoom

2010 wurde aus dem Brawn-Team, das nur ein Jahr bestand, das Mercedes-Werksteam. Mit Michael Schumacher kam außerdem der bis dato erfolgreichste Pilot zurück in die Köngsklasse - und damit auch zurück an Brawns Seite. Die beiden waren schon bei Benetton und Ferrari ein eingeschworenes Team. Gemeinsam mit Nico Rosberg formte man ein neues Team. Brawn blieb noch bis 2013 Teamchef bei den Silberpfeilen, ehe er von Toto Wolff und Paddy Lowe abgelöst wurde und somit in den Ruhestand gehen konnte.

Michael Schumacher, Ross Brawn

2012 verabschiedete sich Michael Schumacher, eine Jahr später folgte Brawn Zoom

Rückblickend stellt er auch fest: "Ich habe sicherlich in meiner Zeit bei Mercedes ein paar Fehler gemacht. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich ein paar Dinge nun etwas anders machen würde", erkennt er nun mit drei Jahren Abstand zum Geschehen. Unter seiner Führung gelangen dem Team 15 Podestplätze, davon immerhin vier Siege. Kaum zog sich der heute 61-Jährige zurück, begann Mercedes zu dominieren. Seit 2014 konnte die Stuttgarter mit Fabriken in Brackley und Brixworth niemand aufhalten.

"Die jetzt involvierten Leute fahren nun die entsprechenden Erfolge ein. Ich habe noch viele Freunde dort, die diese Siege zweifellos verdienen. Ich bin stolz auf das, was sie dort leisten", kommentiert Brawn, der in gewisser Weise den Grundstein für die 41 Erfolge und vier Titel seit 2014 gelegt hat.

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